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Mobile Maschinen 6/2019

Mobile Maschinen 6/2019

02 Kompakte, busfähige

02 Kompakte, busfähige Tastermodule zur Ansteuerung von Maschinenfunktionen minimieren den Verdrahtungs- und Montageaufwand Eingabelösung, die sich gut in unsere Maschinen einfügt und den Montageaufwand deutlich reduziert.“ BEDARFSGERECHT KONFIGURIERT Auf Basis seines umfangreichen Systembaukastens und des modularen Produktaufbaus realisiert Griessbach von der Baugruppenbestückung, Hard- und Softwareausstattung über den Leiterplatten-Verguss und die Gehäusefertigung bis zur Frontgestaltung wirtschaftliche Bedienlösungen aus einer Hand. Mit seinen CAN- Modulen bietet Griessbach neben anwenderspezifischen Komplettsystemen auch anschlussfertig vorkonfektionierte Tasterbaugruppen für dezentrale Maschinenfunktionen. Die mit vier bis zwölf Eingabefeldern erhältlichen Keypads sind für die schnelle, unkomplizierte Montage und Bus-Anbindung über CANopen und J1939 optimiert. Ein leistungsstarker 32-bit-Controller erhöht die Speicherkapazität zur Implementierung kundenspezifischer Protokolle und ermöglicht erweiterte Überwachungs- und Diagnosefunktionen sowie die Datenkommunikation mit verschiedenen Feldbussen oder via Ethernet. Robuste, unterseitig mit der gesamten Baugruppe im Gehäuse vergossene Steckverbinder im M12- oder Deutsch-Format sichern den Anschluss gegen mechanische Belastungen durch Stoß und Vibration. Der Vollverguss beugt einem Eindringen von Staub, Schmutz und Feuchtigkeit gemäß Schutzart IP65 vor. Die Module können hinsichtlich Baudrate, Adressierung, Abschlusswiderstand und Frontfoliendesign bedarfsgerecht konfiguriert werden. „Griessbach liefert uns die Einheiten als einbaufertige Plug-&-Play-Module einschließlich angepasstem Bootloader und J1939-Schnittstelle“, erklärt Lambrecht- Speller. „Aufgrund der einfachen Anbindung an unser Netzwerk werden weniger I/O-Anschlüsse der Maschinensteuerung belegt. Die generisch ausgelegte Schnittstelle erspart technische Adaptionen der Tastergruppen an unterschiedliche Maschinentypen und -funktionen, sodass nur die Symbolbedruckung variiert.“ Außerdem bieten die CAN-Module dem Maschinenbauer ein erweitertes Funktionsspektrum, um künftig zusätzliche Maschinenfunktionen durch eine Mehrfachbelegung von Tastern anzusteuern. PRÄGNANT AUSGELEUCHTET Als weiterer Pluspunkt der neuen Modullösung fallen die Beleuchtungsfeatures ins Auge. Neben einer Symbolhinterleuchtung für jedes Tasterfeld sorgen lichtstarke LEDs für eine markante Signalisierung von Schaltzuständen im Außeneinsatz. „Für uns war wichtig, dass die Beleuchtung auch bei widrigen Lichtverhältnissen klar erkennbar ist und die Signalanzeige über den Tasterfeldern sowohl leuchtend als auch blinkend erfolgen kann, um neben dem Schaltzustand auch Diagnose- und Fehlermeldungen zu signalisieren. Dies und ein verbessertes Design der Tastersymboliken erleichtern dem Anwender die intuitive Maschinenbedienung“, ergänzt Lambrecht-Speller. Griessbachs kontinuierlich weiterentwickeltes Konzept der lichtgeleiteten Nutzerführung bietet vielfältige Möglichkeiten. Dazu zählen Verschwindeeffekte zur Ausblendung aktuell nicht verfügbarer Eingabeoptionen und eine funktionsabhängig segmentierte Teilbeleuchtung von Tasterfeldern. Durch mit RGB-LEDs ausgestattete Leuchttasten lassen sich unterschiedliche Maschinenfunktionen prägnant voneinander absetzen und allein anhand ihrer Beleuchtungsfarbe zu Funktionsgruppen anordnen. Zusätzlich können mittels umlaufender Ring- oder Segmentbeleuchtungen in den Ampelfarben für jedes Tasterfeld Warn- oder Alarmsignale durch Farbumschlag kenntlich gemacht werden. Die Segmentbeleuchtung ist funktionsspezifisch auch zur Anzeige von Schaltstufen etwa für die Sitzheizung einsetzbar und kann bedarfsgerecht sowohl umlaufend mit zwölf Segmenten als auch an einer oder zwei Seiten der Schaltfläche integriert werden. „Mit den auf unsere Anwendungen zugeschnittenen CAN-Modulen liefert uns Griessbach eine kompakte Lösung, die bei gutem Preis-Leistungs-Verhältnis viel Verdrahtungs- und Montagearbeit einspart. Durch die unkomplizierte Anpassung an unterschiedliche Maschinentypen und die vereinfachte Implementierung zusätzlicher Funktionen erhöht sich unser Freiheitsgrad für weitere Applikationen. Deshalb planen wir, die Tastermodule über unsere Baureihen MX, RX und ZX hinaus auch in den neuen Generationen anderer Landmaschinen einzusetzen“, resümiert Lambrecht-Speller. Bilder: Aufmacher, 01 und 02 Krone, 02 Einklinker Griessbach www.griessbach.de DIREKTER KONTAKT Ralf Mewes Manager Vertrieb mewes@griessbach.de 88 Mobile Maschinen 2019/06 www.mobile-maschinen.info

KARL-THEODOR RENIUS Prof. Dr.-Ing. Dr. h.c. Renius wurde 1982 auf den Lehrstuhl für Landmaschinen an die TU München berufen, dem er bis zu seinem Ruhestand 2003 weltweites Ansehen verlieh – ab 2003 ehrenamtlich fortgesetzt als Leiter der Gruppe „Mobile Arbeitsmaschinen“ am Lehrstuhl für Fahrzeugtechnik der TUM. Er publizierte in den letzten 50 Jahren weltweit hunderte Arbeiten, insbesondere über Traktoren und deren Antriebstechnik. Bis heute engagiert sich Renius in Gremien der Agrartechnik. Mit welcher Maschine haben Sie als Kind am liebsten gespielt? 1946 waren wir eine arme Flüchtlingsfamilie aus dem Osten. Meine Eltern schenkten mir angesichts meines technischen Interesses trotzdem zu Weihnachten einen Stabilbaukasten und ich baute mir mit 8 Jahren einen Mobilkran (mit Bindfaden-Hebewerk). Woher rührt Ihre Leidenschaft für Landmaschinen? Ab 1947 wuchs ich auf einem gepachteten Hof auf und erlebte die entscheidende Phase der deutschen Agrarmechanisierung. 1951 kaufte mein Vater einen Hanomag R 28. Alle wollten Traktor fahren, besonders ich. Mein Hauptproblem: Der Abstand zum Kupplungspedal. Sie haben einen Wunsch frei … Ich leide sehr unter dem Unfrieden in der Welt, insbesondere im Nahen Osten und in den weniger entwickelten Ländern. Daher wünsche ich mir mehr Verantwortungsbewusstsein, Weisheit und volkswirtschaftliches Grundwissen bei den maßgeblichen Politikern. Der größte Meilenstein in Ihrem beruflichen Werdegang? Das war ganz klar meine Berufung nach München, übrigens damals aus einer sehr guten, ungekündigten Position bei KHD als Verantwortlicher für alle Neu- und Weiterentwicklungen der Deutz Traktoren – wir waren gerade wieder führend im deutschen Markt. Stellen Sie sich vor Sie könnten durch die Zeit reisen ... Ich lebe gerne in der Jetztzeit, da gibt es ja genug zu tun. Aber träumen darf man ja und da würde ich gerne einmal 2 000 Jahre zurück nach Israel versetzt sein, am besten in die Nähe des Mannes, der die Welt am meisten verändert hat. Ihr liebstes Projekt … … war in den letzten fünf Jahren (!) mein neues Buch „Fundamentals of Tractor Design“, das zur Agritechnica 2019 erscheinen soll. Ihr Antrieb? Die Menschheit braucht mehr denn je nachhaltige, innovative Agrartechnik. Vorlaufende Forschung und gute Ausbildung haben zu einer international führenden Position Deutschlands beigetragen. Zur Fortsetzung etwas zu tun und den Rest der Welt nicht zu vergessen, treibt mich noch immer an. www.ftm.mw.tum.de www.mobile-maschinen.info Mobile Maschinen 2019/06 89

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