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Mobile Maschinen 6/2019

Mobile Maschinen 6/2019

FARMING 4.0 MIT

FARMING 4.0 MIT TECHNISCHEN INNOVATIONEN DEN BODEN FÜR NACHHALTIGE LANDWIRTSCHAFT BESTELLEN John Deere stellt auf der Agritechnica, 10. – 16.11. in Hannover, in Halle 13, Stand C40, aus. 80 Mobile Maschinen 2019/06 www.mobile-maschinen.info

An eine zukunftsfähige Landwirtschaft werden hohe Anforderungen gestellt: Landwirtschaftliche Unternehmen sollen ressourcenschonend hochwertige Nahrungsmittel und nachwachsende Rohstoffe produzieren, einen Beitrag zum Erhalt der Kulturlandschaft, deren Biotop- und Artenvielfalt leisten und zugleich dem internationalen Wettbewerb gewachsen sein. Das stellt Landwirte und damit auch die Landtechnik vor enorme Herausforderungen. Die Schwerpunkte liegen darin, die Erträge und die Produktqualität zu maximieren, Ressourcen effizienter einzusetzen und damit nachhaltiger zu produzieren und den ökologischen Fußabdruck zu verkleinern. Eine moderne Landtechnik ist in allen Bereichen der ökologischen Landwirtschaft nicht nur unverzichtbar – Farming 4.0 ist auch der Schlüssel für die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Landwirtschaft. Nach Angaben des Vereins Deutscher Ingenieure machen Sensortechnik, Software und Automatisierung bereits über 30 % der Wertschöpfung in der Landwirtschaft aus. Grundlegend bietet die Digitalisierung Einblicke in alle Faktoren auf und im Feld und nutzt diese Informationen zur Optimierung von Prozessen und Anwendungen. NÄHRSTOFFINFORMATIONEN IN ECHTZEIT Es sind vor allem Sensoren, die den klassischen „grünen Daumen“ ablösen und zu einer effizienten und ressourcenschonenden Landwirtschaft beitragen. Seit jeher ist das Ausbringen von flüssigem Dünger zur Versorgung von Nutzpflanzen ein gegebenes Prinzip. Oft sieht sich die Landwirtschaft jedoch mit dem Vorwurf konfrontiert, dass Gülle aus Mastställen und Biogasanlagen sowie auch mineralischer Dünger zu großzügig auf den Feldern ausgebracht werden. Die Folge daraus sind hohe Nitratwerte im Grundwasser. Dank neuer Analysetechnologie hat der Landwirt nun Zugriff auf Echtzeitdaten und kann die Nährstoffausbringung präzise steuern. Dafür hat John Deere das Sensorsystem „Manure Sensing“ entwickelt, das dem Landwirt in Echtzeit mit über 4 000 Messwerten pro Sekunde per Nahinfrarot-Spektroskopie präzise Informationen darüber liefert, welche Nährstoffe auf welchem Teil des Ackers ausgebracht werden. Mit Manure Sensing kann Gülle auf der Grundlage von Nährstoff-Zielwerten und Grenzwerten für Stickstoff, Phosphor und Kalium in kg/ha bedarfsgenau ausgebracht und sogar mit teilflächenspezifischen Applikationskarten gearbeitet werden. Das Sensorsystem kann die Bestandteile nicht nur bei der Befüllung, sondern auch während der Ausbringung, Sekunden vor dem Bodenkontakt, analysieren. Dies stellt einen wertvollen Vorteil gegenüber anderen Systemen dar, denn Schwankungen im Nährstoffgehalt sowie Ablagerungen während des Transports werden auf diese Weise berücksichtigt und mithilfe von automatischen Anpassungen von Fahrgeschwindigkeit und/oder Durchflussrate in Echtzeit kompensiert. Darüber hinaus können Daten aus Manure Sensing drahtlos an die John Deere Einsatzzentrale gesendet und dort weiterverarbeitet werden. Ein weiterer Vorteil: Über- und Unterdüngung wird vermieden und der Austrag von Nährstoffen ins Grundwasser verhindert. Der Landwirt kann die Zugabe organischen Düngers exakt auf die Setting big things into motion.

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