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Mobile Maschinen 6/2019

Mobile Maschinen 6/2019

ELEKTROANTRIEB STARK –

ELEKTROANTRIEB STARK – SICHER – SMART Autor: Thorsten Sienk, freier Fachredakteur, Bodenwerder 68 Mobile Maschinen 2019/06 www.mobile-maschinen.info

In der modernen Agrartechnik sind es immer mehr elektrische Antriebe, die für reiche Ernte sorgen. Vor allem beim Säen und Düngen lösen sie mehr und mehr die hydraulischen System ab: Elektromotoren statt Ölmotoren. Die Kählig Antriebstechnik GmbH (KAG) baut für den Feldeinsatz kompakte Gleichstrommotoren mit integrierter Steuerungselektronik. Die robusten Einheiten mit CAN-Kommunikation und Intelligenz an Bord sind bewährt und entsprechend weit verbreitet. Nun führt KAG mit der i80DC eine neue Leistungselektronik ins Feld; maßgeschneidert für die überarbeiteten 12-V-Motoren bis 250 W. Die Liste an Vorteilen elektrischer Antriebe gegenüber der Hydraulik ist lang. Elektromotoren benötigen z. B. erst dann Energie, wenn sie laufen. Das klingt auf den ersten Blick recht einfach, spiegelt aber deutlich die Nachteile der Hydraulik wider, bei der eine Pumpe das Öl stetig unter Druck setzt. Weiterhin lassen sich elek trische Antriebe einfacher installieren – ohne dabei Rücksicht auf die Restriktionen einer Hydraulikleitung zu nehmen; ein gehöriger Installationsvorteil bei der Geräteherstellung oder bei kurzfristigen Wartungsarbeiten auf dem Feld. ELEKTRISCHE ANTRIEBE AUCH FÜR GROSSMASCHINEN Die recht verkürzte Darstellung macht klar, warum Elektromotoren in der historisch eher der Hydraulik zugetanen Landwirtschaft so beliebt sind. Die Erfolgsgeschichte hat allerdings ihre Grenzen: Die 12 V Gleichspannungsversorgung des Schleppers limitiert die mit Elektromotoren erreichbare Leistung. Bei der KAG lag die Grenze bis dato bei 10 A – und damit bei 120 W bei den intelligenten Antriebsystemen. Die dahinterstehenden Einheiten aus M63 Motor und i63DC Elektronik waren deshalb allein vor allem in mechanischen sowie pneumatischen Drillmaschinen im Einsatz, dessen Arbeitsbreite selten vier Meter überschritt. Großsämaschinen konnten also bis dato nicht durchgängig von den Vorteilen eines elektrischen Antriebes mit integrierter Elektronik profitieren, da ihre Dimension höhere Antriebsleistungen benötigen bzw. keine „on

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