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Mobile Maschinen 6/2018

Mobile Maschinen 6/2018

ROBUSTE SENSOREN AM

ROBUSTE SENSOREN AM AUSLEGER Auf der Suche nach passenden Sensoren bedienten sich die Schweizer Entsorgungsspezialisten aus dem Produktportfolio von Baumer. Dieses bietet eine breite Palette robuster Sensorlösungen, von der Neigungs- und der Winkelmessung für die drehbaren Aufbauten über die Anwesenheitskontrolle und Positionsmessungen für die beweglichen Teile bis hin zu Last-, Hydraulikdruck- und Füllstandmessungen. Zahlreiche Varianten sind speziell für die mobile Automation konzipiert und in redundanter Ausführung erhältlich. Sie sind in Bezug auf höhere Schock- und Vibrationsbelastungen sowie Verschmutzungen und Temperaturschwankungen optimiert, erfüllen die E1-Anforderungen, bieten einen Korrosionsschutz nach C5-M und Schutzarten bis IP69K. Für den Einsatz in funktional sicheren Systemen sind viele Sensoren mit ISO 13849 konformer Firmware entwickelt worden. Der kompakte Seilzug-Wegsensor GCA5, der die Auslegerverlängerung des Grippers zuverlässig erfasst, ist sehr robust und auf die Anforderungen im mobilen Außeneinsatz ausgelegt und auch in redundanter Ausführung verfügbar. Durch die geringe Einbautiefe von 65 mm ließ sich der Seilzug-Geber am Kranausleger des Speed Lifters platzsparend montieren. Mit seinem Gehäuse aus schlagfestem Kunststoff, dem korrosionsbeständigen Edelstahlseil mit abriebfestem Nylonmantel und der berührungslosen, verschleißfreien, magnetischen Abtastung eignet sich der GCA5 optimal für den betriebssicheren und wartungsarmen Einsatz bei der Abfallentsorgung. Elektronik und Edelstahlfeder sind dicht gegenüber der Seiltrommel gekapselt. Ein flexibler, integrierter Schmutzabweiser am Seileintritt schützt zusätzlich alle Komponenten vor Feuchtigkeit und anderen schädlichen Umwelteinflüssen. Der maximale Messbereich liegt bei 4 700 mm, bei einer Auflösung von 0,3 mm und einer Linearität von ± 0,5 % des Messbereichs. DIE ROTATION PRÄZISE IM GRIFF Robust und präzise sind aber auch die anderen am Speed Lifter eingesetzten Sensoren. Die Rotation des Auslegerarms bspw. wird mit dem redundanten und magnetischen Absolut-Drehgeber EAM580R erfasst. Mit seiner hohen absoluten Winkelgenauigkeit bis 0,15 ° gewährleistet er ein präzises Positionieren. Durch E1-konformes Design für hohe elektro magnetische Verträglichkeit, Schutzart IP67 und Korrosionsfestigkeit C5-M ist auch dieser Sensor für anspruchsvolle Außenanwendungen ausgelegt. Für höchste Zuverlässigkeit ist die Firmware entsprechend den Anforderungen der ISO 13849 entwickelt worden. Dadurch sind die Drehgeber als Standardkomponenten in funktional sicheren Systemen bis PLd einsetzbar. Die Konnektivität wird durch im Automotiv-Bereich übliche Steckverbinder (DEUTSCH, AMP) vereinfacht und dank der kompakten Abmessungen ließ sich der Drehgeber platzsparend im Ausleger des Speed Lifters montieren. KOMMUNIKATION ÜBER CANOPEN Ihr Messsignal geben die im Speed Lifter eingesetzten Sensoren über eine CANopen-Schnittstelle an die Steuerung des Entsorgungsfahrzeugs weiter. Absolute Drehgeber der Serie BMMH58 beispielsweise überwachen den Winkel des Auslegerarms, induktive Schalter der Serie IR18 finden ihren Einsatz bei der Positionierung der Stützfüße. Ein Neigungssensor der Serie GNAMG dient zur Stabilitätskontrolle des Fahrzeugs. Anhand all dieser Diagnosedaten ermittelt die Steuerung den maximalen Arbeitsbereich. Die aufbereiteten Daten werden in einem Chartdiagramm visualisiert, sodass der Fahrer den maximalen Arbeitsbereich jederzeit vor Augen hat und entsprechend sicher und effizient sein Fahrzeug positionieren kann. Die robusten Sensoren haben sich beim Einsatz in den modernen Entsorgungsfahrzeugen bewährt und auch bei anderen Projekten arbeitet die Villiger AG gern mit dem Sensorikspezialisten zusammen. So werden Baumer-Sensoren auch in der mobilen Reinigungsanlage CD 300 eingesetzt, die eine systematische und kostenoptimierte Pflege zur Werterhaltung der Abfallsammelbehälter ermöglicht. www.baumer.com DIREKTER KONTAKT Ralf Steinmann Industry Segment Manager Motion Control rsteinmann@baumer.com ZUSATZINHALTE IM NETZ Online finden Sie weitere Zusatzinhalte zum Beitrag: https://www.youtube.com/ watch?v=SPTL-l83hcU 42 Mobile Maschinen 2018/06 www.mobile-maschinen.info

KAMERA-MONITOR-SYSTEM ACHTUNG GEFAHRENSTELLE konkreten Vorgaben. Doch Motec hat sich bereits Gedanken gemacht, wie die Verkehrssicherheit erhöht werden kann. Laut Unfallforschung der Versicherer haben sich 2016 3 251 Radfahrer bei einer Kollision mit einem Lkw verletzt. Bundesrat und EU-Kommission wollen nun Abbiegeassistenten für Lkw mit über 7,5 t verbindlich einführen. Doch die Vorlaufzeit für die Regelungen beträgt einige Jahre. Schon jetzt sind an Lkws gesetzlich sechs Spiegel vorgeschrieben, um alle Sichtfelder abzudecken. Theoretisch gibt es also keinen „toten Winkel“. Jedoch muss der Fahrer beim Rechtsabbiegen seine Aufmerksamkeit gleichzeitig auf verschiedene Stellen lenken. Er muss abschätzen, ob seine gewählte Fahrspur ohne Gefahr einer Kollision des ausschwenkenden Hecks befahren werden kann. Auch die geplante Fahrspur gilt es richtig einzuschätzen und zu wissen, ob er das Fahrzeug dorthin lenken kann. Gleichzeitig muss er den rechten Seitenraum überwachen, um Passanten nicht zu gefährden. Wichtig ist zudem, ob der seitliche Abstand rechts ausreicht, um mit dem weiter nach innen laufenden Auflieger keine Kollision zu verursachen. Aktuell sind Fahrerassistenzsysteme nur für Neufahrzeuge eines Herstellers verfügbar. Für die Nachrüstung gibt es derzeit keine VORKONFIGURIERTE NACHRÜSTPAKETE Die Systemlösung ist skalierbar und kann vier bis zwölf Ultraschall- Sensoren beinhalten. Die Systeme sind im Prinzip autark und benötigen lediglich die Spannungsversorgung sowie das Blinker- und Tachosignal des Fahrzeugs. Das Bild der Seitenkamera kann mit Betätigen des Blinkers entweder über einen separaten Monitor oder vorhandene Displays von Navigations- oder Multimediageräten im Fahrzeug wiedergegeben werden. In Verbindung mit Ultraschallsensoren an der rechten Seite des Fahrerhauses ist es zudem möglich, den Fahrer aktiv vor Gefahren zu warnen. Um die Sicherheit im Umfeld von Nutzfahrzeugen weiter voranzutreiben, setzt Motec auf Sensortechnologien in Kombination mit intelligenten, hochauflösenden Digitalkameras. Mithilfe von selbstentwickelten Bildverarbeitungs-Algorithmen werden die Bildinhalte analysiert und Objekte im Sichtbereich erkannt. Für Lösungen aus einer Hand hat Motec Menas gegründet – das Entwicklungszentrum für Nfz-Assistenzsysteme. Hier arbeitet man an Softwarelösungen für Bildanalysen und entwickelt Algorithmen für verschiedene Anwendungen mobiler Maschinen. Über Software- Updates lassen sich zukünftig erweiterte Funktionen auf Basis neuer Forschungen auch auf bereits installierte Kamera-Monitor-Systeme übertragen. Mittels exakter Bildverarbeitung entstehen so Lösungen, die den Fahrern Stress abbauen und Menschenleben schützen. www.motec-cameras.com OBERFLÄCHENTECHNIK • KORROSIONSSCHUTZ Weltneuheit Nie mehr ROST ! über 6.000 Std. Salzsprühtest, Chemiebeständig Oberflächentechnik: Garantie bis 50 Jahre die bunte Alternative zu Zink Korrosionsschutz OR 6000® - Weltrekord www.OR6000.de

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