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Mobile Maschinen 6/2016

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Mobile Maschinen 6/2016

SPS IPC DRIVES

SPS IPC DRIVES 2016 I SPECIAL Riesenraupe unter Strom Spezialkabel gewährleistet Stromversorgung von Materialumschlagmaschine Halle 6, Stand 160 Das Unternehmen Liebherr setzt bei seinen größten Materialumschlagmaschinen auf Elektroantrieb. Damit der Strom störungsfrei zu den Antriebsaggregaten fließt, muss das ursprünglich für die Windenergie entwickelte Kabel anstatt hoher Torsion extremen Vibrationen standhalten. Auf den ersten Blick sieht die Maschine LH 150 CE High Rise aus wie ein Raupenbagger. Bei dem zweiten Blick offenbaren sich hingegen Unterschiede. Die Maschine ist so hoch, dass der Maschinenführer ins Dachfenster eines Reihenhauses schauen könnte. Der gelbe Riese ist kein Bagger, sondern zählt zu den Materialumschlagmaschinen und ist mit dem Energierückgewinnungs-System ERC ausgestattet. Eine weitere Besonderheit ist das Mehrkreis-Hydrauliksystem „Positive Control“. Gesteuert von der Liebherr-Elektronik und der Systemsoftware ermöglicht es flüssige Arbeitsspiele und eine effiziente Energieausnutzung. Mit der Neuentwicklung dieser Maschine mit Elektro antrieb reagiert Liebherr auch auf die wachsende Bedeutung des weltweiten Massengutumschlags, da z. B. in der Holzverarbeitung zunehmend Wert auf niedrige Lärm- und Abgasemissionen gelegt wird. Stromkreislauf sicherstellen Spezialkabel für Windkraftanlagen findet auch Anwendung in Materialumschlagmaschine Damit der Gigant seine 536 elektrischen PS auf den Ausleger bringt, um damit bis zu 1000 t Material pro Stunde in einem Schwenkradius von über 30 m zu bewegen, wird er mit 20 000 V Mittelspannung versorgt. Diese muss in eine für die Elektromotoren passende Spannung transformiert werden, was von einem mächtigen Transformator und einem Frequenzumrichter an Bord der Maschine übernommen wird. Von dort aus fließt der Strom direkt in den Maschinenraum. Zur Gewährleistung des Stromkreislaufs müssen die Leitungen u. a. engen Biegeradien, hohen UV-Einstrahlungen und dem Kontakt zu Medien wie Hydrauliköl standhalten. Dabei greift Liebherr auf das Kabel Heluwind von der Firma Die Verbindung ist mit einer Herzarterie vergleichbar: Um das „Infarkt-Risiko“ zu senken, muss das Kabel den Belastungen standhalten Helukabel zurück, welches eigentlich für Windkraftanlagen entwickelt wurde. Anders als in seinem ursprüng lichen Einsatz, ist das 400 mm 2 dicke Kabel in der LH 150 CE High Rise keinen Torsionen, dafür aber stärkeren Vibrationen ausgesetzt. Prüfung bestanden? Die mechanischen Eigenschaften des Spezialkabels entsprechen den hohen Anforderungen der Maschine. Doch ist es auch als geschirmte Motoranschlussleitung und für den Anschluss des Frequenzumrichters geeignet? Zur Ermittlung der Beständigkeit gegenüber möglicherweise austretender Medien, wurden verschiedene Tests durchgeführt. „Für unsere Prüfungen lieferte uns Liebherr synthetische und aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellte Öle, die auf Kunststoffe deutlich aggressiver wirken als herkömmliche Öle auf mineralischer Basis“, so Joachim Koch, Abteilung Spezialkabel bei Helukabel. Die Prüfung erfolgte nach VDE, dabei wurden die Kabel den Medien bei einer Temperatur von 90 °C sieben Tage lang ausgesetzt. Danch wurde die verbleibende Zugfestigkeit und Reißdehnung ermittelt. Zudem wurden die Kabelschellen für die Fixierung mit einer Rüttelplatte getestet. Mit Abschluss der Verfahren inklusive Ermittlung der Brandlastwerte wurde die Eignung von Heluwind belegt. Bilder: Liebherr www.helukabel.de www.liebherr.com

SPECIAL I SPS IPC DRIVES 2016 Telematik-Plattform für mobile Arbeitsmaschinen Sensor-Technik Wiedemann stellt mit der ESX-TC1-Familie eine neue Telematik-Plattform für den Einsatz in mobilen Arbeitsmaschinen vor. Die drei Varianten der Plattform berücksichtigen das unterschiedliche Kommunikationsverhalten in verschiedenen Applikationen. Die ESX-TC1 hat ihre Stärken als Onboard-Datenlogger in der Kommunikation zu Steuerungen und Sensoren mittels CANbus. Dabei werden CANopen, SAE J1939 und offene CAN-Kommunikation unterstützt. Über die Software „Vehicle Data System (VDS)“ lässt sich konfigurieren, welche Parameter aufgezeichnet werden. Durch die freie Programmiermöglichkeit, die das Embedded Linux System bietet, lassen sich die Daten auch auf dem Modul vorverarbeiten und auswerten. Die Weiterleitung kann in allen Varianten über Ethernet oder drahtlose Schnittstelle erfolgen. Die TC1-WiFi und die TC1-WiFi+ verfügen über WLAN und Bluetooth 4.0. Alternativ kann die Plattform auch selbst als Hotspot fungieren, sodass die Daten per Laptop oder Tablet heruntergeladen werden können. www.sensor-technik.de Kompakte Drucksensoren bis 600 bar Einfacheres Handling von Mobilhydraulik-Positionssensor Der magnetostriktive FMH-Sensor der MTS Sensor Technologie GmbH & Co. KG lässt sich auch im freien Feld warten, denn er wurde für den Einsatz in Hydraulikzylindern in beengten Platzverhältnissen mobiler Anwendungen optimiert. Ausgelegt für hohe Vibrations- und Schockbelastungen besitzt er ein zweiteiliges Design, welches ermöglicht, das flexible Sensorelement und die Elektronik im Servicefall aus dem verbauten Gehäuse zu lösen, ohne den Hydraulikkreis zu öffnen. Geschulte Techniker können die Sensorkomponenten entfernen und ersetzen. Benötigt wird dafür ein kleiner Arbeitsfreiraum von 200 mm, unabhängig von der Hublänge. Der Sensor liefert Mess ergebnisse mit einer Toleranz von ± 0,2 mm typischer Auflösung, einer Wiederholgenauigkeit von ± 0,005 % (Endwert) und einer Toleranz von ± 0,04 % Linearität (Endwert). Verfügbar ist der FMH-Sensor mit analogem oder CAN-Bus-Ausgang und Messlängen von 500 bis 5000 mm. www.mtssensor.de Bei Gabelstaplern und anderen Fahrzeugen der Logistik geht der Trend zu mehr Leistung auf geringerem Bauraum. Diese Entwicklung unterstützt die Firma Bosch Rexroth mit den Drucksensoren PR4 Baureihe 10. Sie decken bei einer Baulänge von knapp 55 mm Messbereiche bis zu 600 bar ab. Die Sensoren sind universell in offenen und geschlossenen hydraulischen Kreisläufen einsetzbar. In drei Varianten deckt die Baureihe die Druckbereiche von 0 bis 280 bar, 0 bis 420 bar und 0 bis 600 bar ab. Sie halten Druckspitzen von mehr als 30 Prozent des Nenndruckes aus. Die Montage mit den Gewinden M14 oder G1/4 erfolgt per Steckschlüssel. Die Sensoren erfüllen die Schutzarten IP67 sowie IP69K und bieten eine hohe Schock- und Vibrationsfestigkeit. Sie sind für den Umgebungstemperaturbereich von -40 bis +100 °C zugelassen. www.boschrexroth.com Produkt- und Lösungsportfolio für die Flexibilisierung von Prozessen Sick will Möglichkeiten und Wege zur Smart Factory aufzeigen. Mit seinem Produkt- und Lösungsportfolio bietet der Sensorhersteller die Basis für die Flexibilisierung der Prozesse. Produktions- und Logistiksysteme sollen sich autonom selbst optimieren und steuern können. Sensoren müssen robuster und leistungsfähiger werden, vor allem aber intelligenter. Sensoren, die direkt im Sensor Daten vorverarbeiten, komprimieren und filtern, perfektionieren die Prozesse für die Industrie 4.0. www.sick.de