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Mobile Maschinen 6/2016

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Mobile Maschinen 6/2016

ANTRIEBE UND

ANTRIEBE UND ANTRIEBSELEMENTE I ÜBERLAGERUNGSGETRIEBE Durchweg gut gestreut Überlagerungsgetriebe für den Einsatz im Landmaschinenbereich Für ein optimales Streubild der Kunst-Düngerstreuer gilt es verschiedene Parameter wie die Materialbeschaffenheit, Einstellung des Streuers, den Zustand der Streuschaufeln oder die Windverhältnisse zu beachten. Gerade bei dem sogenannten Randstreuen ist besondere Präzession gefordert. Die Installation eines Überlagerungsgetriebes an den Streutellern kann dabei die Qualität des Streubildes optimieren. Im Bereich der Düngerstreuer gibt es besondere Anforderungen bezüglich des Randstreuens. Es hat sich gerade bei mechanisch von der Zapfwelle angetriebenen Streuern gezeigt, dass die fehlende unabhängige Regelbarkeit der Drehzahlen von den meist zwei Streutellern nicht zu idealen Ergebnissen beim Streubild führt. Auf diese Unzulänglichkeiten der bisherigen Lösungen hat die Rögelberg Getriebe GmbH & Co. KG mit der Entwicklung eines Überlagerungsgetriebes reagiert. Dieses kann an einem oder auch an beiden Streutellern installiert werden. Aufgrund der beengten Platzverhältnisse und dem ohnehin notwendigen Umlenken des Antriebsstranges um 90° mithilfe eines Winkelgetriebes haben die Entwickler im Hause Rögelberg Getriebe in diesem Fall auf ein Überlagerungsgetriebe in Form eines Differentials zurückgegriffen. Präzises Streuen Mit dieser Entwicklung ist es gelungen, dass das Normalstreuen mit dem rein mechanischen und damit dem günstigeren Wirkungsgrad ausgeführt werden kann. Beim zeitlich eher begrenzten Grenz- und Keilstreuen nimmt man dann zur Überlagerung eine zusätzliche Energiequelle, wie die Schlepper- oder Maschinenhydraulik zu Hilfe, um die Drehzahlen stufenlos zu regeln. Alternativ wäre hier natürlich auch die Elektrik als Überlagerungsenergiequelle denkbar. Da Rögelberg stark in der Landmaschinentechnik verwurzelt ist, hat man nach weiteren Einsatzmöglichkeiten vergleichbarer Getriebearten geschaut. Einen ähnlichen Einsatzfall gibt es z. B. bei Stalldungund Universalstreuern. Aufgrund der bisher weniger stark reglementierten Ausbringung dieses Düngemittels ist bisher maximal eine einfache Randstreueinrichtung über Leitbleche realisiert worden. Aber auch hier ist es in Zukunft denkbar, dass zur Verbesserung des Streubildes besonders beim Randstreuen eine Drehzahlvariabilität an den Streutellern sinnvoll wird. Bei den beiden hier beschriebenen Anwendungen wäre es alternativ denkbar statt der Überlagerung des mechanischen Antriebes auch direkt einen vollvariablen elektrischen oder hydraulischen Antrieb, 26 Mobile Maschinen 6/2016

Vollständig überarbeitet! Überlagerungsgetriebe für diverse Anwendungen im Landmaschinensektor ausschließlich für den Randstreubetrieb, zu nutzen. Hierzu müsste der mechanische Antriebstrang durch eine Schaltung getrennt und der alternative Antrieb zugeschaltet werden. Vorteile kombinieren Eine weitere Entwicklung zum Themenkomplex hat der Getriebehersteller gemeinsam mit einem namhaften Produzenten im Bereich der Kartoffelerntetechnik durchgeführt. Hier ging es darum die Vorteile eines rein mechanischen und eines rein hydraulisch angetriebenen Bandes zu kombinieren. Hierzu hat Rögelberg ein Überlagerungsgetriebe, diesmal in Planetenbauweise, entwickelt, das einen besseren Wirkungsgrad des Systems gegenüber dem hydraulischen Antrieb realisiert. Und das ohne den Nachteil der nicht unabhängigen Drehzahlregelung des mechanischen Antriebes in Kauf nehmen zu müssen. Durch die Abkehr vom rein hydraulischen Antrieb zum Antrieb mit Überlagerung ist es auch hier möglich auf die sonst erforderliche Eigenhydraulik der Maschine zu verzichten, da die benötigte hydraulische Antriebsleistung bei der Überlagerung geringer ist und diese somit auch vom Schlepper zur Verfügung gestellt werden kann. Auch hier hat Rögelberg nach weiteren Anwendungen mit ähnlichen Anforderungen geschaut und ist letztlich auf den Bereich der Güllewagen gestoßen. In diesem Bereich ist es fortwährend üblich die Güllepumpe rein mechanisch anzu treiben. Dabei wird beim Befüllen des Behälters die volle Leistung genutzt, beim Ausbringen werden jedoch große Mengen ausschließlich über Bypassventile umgewälzt. Da bei diesem mechanischen Antriebsstrang keine vom Schlepper unab hängige Drehzahlregulierung der Pumpe möglich ist, muss man einen ungünstigen Wirkungsgrad in Kauf nehmen. Neuere Entwicklungen in diesem Bereich weisen zum Teil einen rein hydraulischen Antrieb der Pumpe auf. Da aber in den wenigsten Fällen ausreichend hydraulische Energie vom Schlepper zur Verfügung gestellt werden kann, muss ein komplett eigenständiges Hydrauliksystem auf der Maschine installiert werden, was diese Lösung sehr kostenintensiv macht. Auch hier kann in Zukunft ein Überlagerungsgetriebe sinnvoll werden, welches die Vorteile des mechanischen Antriebes mit den Vorteilen von drehzahlvariablen hydrau lischen oder elektrischen Antrieben kombiniert. Fazit Zusammenfassend macht überall dort der Einsatz von Überlagerungsgetrieben Sinn, wo es darum geht, die Vorteile eines mechanischen Antriebs, wie ein guter Wirkungsgrad oder kein Regelungsaufwand, mit denen der voll regelbaren hydraulischen oder elektrischen Antriebe zu kombinieren. Ein weiterer Ansatz wäre hierbei z. B. der Antrieb der Pick Up bei Maschinen wie Ladewagen. Bilder: Bild links GMB Güstrower Maschinenbau GmbH, Bild rechts Rögelberg Getriebe GmbH & Co. KG www.roegelberg-getriebe.de Die Berechnung und Gestaltung von Wälzlagern erreicht eine neue Ära Wälzlagerpraxis Das Standardwerk für Konstrukteure und Studenten in der 4. Auflage. Wälzlagerpraxis jetzt bestellen unter shop.engineering-news.net