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Mobile Maschinen 5/2015

Mobile Maschinen 5/2015

Ein glatter Bruch

Ein glatter Bruch Brechanlagen ermöglichen eine Sanierung nicht passierbarer Straßen Große Gesteinsbrocken, Gneis und loses Geröll stellen sowohl auf Forst- und Nebenwegen, als auch auf Straßen eine Behinderung dar und erschweren das Passieren derselben. Mittels Brechanlagen besteht die Möglichkeit, Unebenheiten und Materialüberschuss zu beseitigen, zur Sanierung der Wege. Das Unternehmen Profiteam Holzer (PTH) aus Österreich ist spezialisiert auf die Fertigung von mobilen Stein- und Betonbrechanlagen, sowie auf Anbaugrader und Verdichterplatten. Mit Hilfe der Maschinen können Forst- und Nebenstraßen saniert werden. Zudem ermöglichen sie den Abbruch von Beton- und Asphaltstraßen bis zu 35 cm Dicke. Auch im Rahmen der Landund Forstwirtschaft finden die PTH Crusher Ihren Einsatz bei der Rekultivierung, z. B. bei steinigen Ackerböden oder nach Holzschlägerungen vor der Wiederaufforstung. Sanierungsbedürftige Gemeinde-, Forstund Almstraßen, die nur mehr mit äußerst robusten Fahrzeugen wie Geländewagen oder Traktoren langsam befahrbar sind, verursachen oft hohe Kosten bei einer herkömmlichen Wegsanierung mittels Zubringen von Baumaschinen und Material. Die heutigen Anforderungen an eine Straßenerhaltung fordern jedoch ökologische und kostengünstige Maßnahmen. Dazu bieten sich zwei Varianten zur Sanierung an: die Voll- oder Ökosanierung. Die Vorgehensweise bei der Vollsanierung Der erste Schritt der Vollsanierung ist das Aufbrechen der Wegoberfläche. Hierzu wird ein PTH Ripper eingesetzt, welcher an einem Traktor angebracht ist, um die Straßendecke aufzulockern und um ausreichend loses Material zu erhalten. Größere Steinbrocken werden durch die spezielle Kinematik der Zinken regelrecht aus dem Boden gedreht und so für den mobilen Steinbrecher zur weiteren Verarbeitung vorbereitet. Anschließend erledigen PTH Crusher das „Fräsen“ der Straße, die Kernaufgabe der alternativen Forstwegsanierung. Zumeist werden hierfür die PTH Crusher der HD oder Multi Crusher CC Serie verwendet. Insgesamt sind vier Varianten des Brechers verfügbar. Beim Fräsen werden die Steinbrocken und das Geröll bis zu einer Tiefe von ca. 30 cm in eine optimale Korngröße gebrochen – unabhängig von Steinhärte, der Art und der Beschaffenheit des Materials, z. B. Asphalt und Beton. Bei Bedarf wird Technische Daten des PTH Crusher das Material mehrfach bearbeitet, bis es die notwendige Feinheit für eine optimale Weiterverarbeitung erreicht hat. Der PTH Multi Crusher CC ermöglicht eine maximale Arbeitstiefe von bis zu 45 cm bei Forststraßen bzw. vorgelockerten Betonstraßen. Konzipiert und gebaut wurde diese Maschine für schwere Baustelleneinsätze bei welchen härteste Materialien wie Granit oder Beton zu brechen und mischen sind. Speziell für diese Einsätze verfügt der Crusher über einen große Kegelrollenlager im Rotor und überdimensionale Seitenantriebe. Zur Schonung des Antriebstrangs wurde eine automatische Abfederung von Schlägen im Brecherantrieb integriert. Ab einer Traktorleistung von 350 PS kann dieser mobile Brecher mit einem Eigengewicht von 10 t, wahlweise mit zusätzlicher Achse zur Gewichtsverteilung, betrieben werden. Als letzter Arbeitsschritt wird mit dem Grader, welcher mit einem hydraulischen Schnellkupplungssystem an unterschiedliche Trägerfahrzeuge wie Radlader, Unimog oder Bagger montiert werden kann, eine pro- Bauweise Beidseitig mit 8 bis 12 Hochleistungskeilriemen Eigengewicht 3850 - 6250 kg Rotormasse 850 - 1550 kg Arbeitsbreite 2000 - 2500 mm Arbeitstiefe Max. 350 mm Kraftbedarf 120 - 500 PS Theoretische Durchsatzleistung 450 - 600 m 3 Brechstufe Hydraulisch verstellbar: 10 bis 70 mm 52 Mobile Maschinen 5/2015

BEARBEITUNGSEINHEITEN I ZUBEHÖR filgerechte Oberfläche erstellt und notwendige Wassergräben angebracht. Die endgültige Befestigung der fast fertigen Straße erfolgt durch mehrmaliges Befahren der Rüttelplatte. Pro Tag können mit diesem Prozess in Abhängigkeit der Vorarbeit, des Materials und des Arbeitsverlaufs ca. 1,5 km Forststraße saniert bzw. ca. 0,8 bis 1 km einspurige Beton- oder Asphaltstraße abgebrochen werden. Der Grader ermöglichte eine maximale Schürftiefe von 300 mm und verfügt über einen Drehkranzdurchmesser von 1200 mm. Der Rotor und die Brechkammer des PTH Crusher sind voll gepanzert Die Vorgehensweise bei der Ökosanierung Grundsätzlich ist der Arbeitsablauf bei der Ökosanierung gleich dem der Vollsanierung. Jedoch wird die Straßendecke zuvor nicht aufgelockert. Bei diesem Prozess wird die Wegoberfläche ca. 10 cm tief mit dem PTH Crusher RS abgefräst. Dadurch entsteht flächendeckend eine gleichmäßige, stabile Schicht zur weiteren Verarbeitung. Mit dem PTH Speed Grader wird das ursprüngliche Straßenprofil wiederhergestellt. Im selben Arbeitsschritt wird mit dem PTH Compactor die Fahrbahn rückverdichtet und ist danach unverzüglich wieder befahrbar. Pro Tag können mit diesem Prozess je nach Arbeitsverlauf und Materialbeschaffenheit ca. 2,5 bis 3 km Forststraße saniert werden. Bilder: Profiteam Holzer, Schmuckbild fotolia www.pthcrusher.com PTH Crusher in Aktion Einsatz der PTH Brechmaschinen und des Graders zur Ökosanierung eines Forstwegs. http://bit.ly/pthcrusher An der Fakultät Maschinenwesen ist zum nächstmöglichen Zeitpunkt im Institut für Fluidtechnik die Stiftungsprofessur (W2) für Baumaschinen befristet auf 4 Jahre im Angestelltenverhältnis zu besetzen. Wir suchen eine wissenschaftlich ausgewiesene Persönlichkeit, die in der Lage ist, das Fachgebiet der Baumaschinen in Forschung und Lehre mit Engagement zu vertreten. Die Schwerpunkte in Forschung und Lehre sind: ▪ Ganzheitliche Entwicklung von Baumaschinen hinsichtlich Funktionalität, konstruktiver Gestaltung, Antrieb und Steuerung sowie der Bedienbarkeit. ▪ Betrachtung aller Produkt-Lebensphasen unter Gesichtspunkten von Kosten, Produktivität, Bedienerführung, Sicherheit und Robustheit. ▪ Entwicklung und Anwendung virtueller und experimenteller Methoden für die Entwicklung und Validierung von Maschine, Werkzeug und Nutzungsprozess. ▪ Erschließung der Innovationspotentiale durch die Integration von neuartigen Antriebskonzepten, modernen Materialien und innovativen Bedienmethoden. Als Lehraufgaben erwarten Sie Lehrveranstaltungen zur Intralogistik, Mobilen Arbeitsmaschinen, Off-Road-Fahrzeugtechnik sowie Transport-Systemen, die im Rahmen internationaler Studiengänge in deutscher und englischer Sprache anzubieten sind. Die Bereitschaft zur Mitwirkung in der akademischen Selbstverwaltung sowie nationalen und internationalen Forschungsnetzwerken, einschließlich der Initiierung von Forschungsprojekten wird vorausgesetzt. Erwartet werden national und international nachweisbare Forschungsarbeiten zu den aufgeführten Themenschwerpunkten. Eine mehrjährige Praxiserfahrung sowie einschlägige Lehrerfahrungen sind sehr erwünscht. Die Berufungsvoraussetzungen richten sich nach § 58 SächsHSFG. Die TU Dresden ist bestrebt den Anteil an Professorinnen zu erhöhen und fordert deshalb Frauen ausdrücklich auf, sich zu bewerben. Auch die Bewerbungen Schwerbehinderter sind besonders willkommen. Die Technische Universität Dresden ist eine zertifizierte familiengerechte Hochschule und verfügt über einen Dual Career Service. Auskünfte werden Ihnen gern unter Tel.: 0351-46332786 gegeben. Ihre Bewerbung richten Sie bitte mit tabellarischem Lebenslauf, Darstellung des wissenschaftlichen Werdegangs, Kopien der wichtigsten Publikationen, einer Liste der wissenschaftlichen Arbeiten, gegebenenfalls einem Verzeichnis der Lehrveranstaltungen und der Ergebnisse der Lehrevaluationen sowie die beglaubigte Kopie der Urkunde über den höchsten akademischen Grad in schriftlicher Ausfertigung sowie in elektronischer Form (CD) bis zum 15.10.2015 (es gilt der Poststempel der ZPS der TU Dresden) an: TU Dresden, Dekan der Fakultät Maschinenwesen, Herrn Prof. Dr.-Ing. habil. Ralph Stelzer, 01062 Dresden. Mobile Maschinen 5/2015 53

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