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Mobile Maschinen 4/2019

Mobile Maschinen 4/2019

KOMMUNALFAHRZEUGE

KOMMUNALFAHRZEUGE CHANCEN BEI DER ELEKTRIFIZIERUNG EINER KOMPAKTKEHRMASCHINE 26 Mobile Maschinen 2019/04 www.mobile-maschinen.info

Die Hersteller von mobilen Arbeitsmaschinen stehen vor einer großen Herausforderung. Die fortschreitende Urbanisierung – bis 2050 wird nach einer Prognose der UN erwartet, dass fast 70 % der Weltbevölkerung in Städten lebt – wird dazu führen, dass sich bis 2030 die Anzahl der Mega-Cities nahezu verdoppelt. Dieser Trend bedingt ein steigendes Verkehrsaufkommen und folglich auch einen Emissionsanstieg in den Städten. Aufgrund des zu erwartenden steigenden Verkehrsaufkommens in den Metropolen wird die lokale Emissionsfreiheit der Fahrzeuge gerade im innerstädtischen Bereich vor neue Herausforderungen gestellt. Mit der Elektrifizierung der Fahrzeugantriebe können geforderte NO x - und CO 2 -Grenzwerte erfüllt und sogar die Geräuschemissionen signifikant reduziert werden, um auch in der Nacht die Arbeitsaufgaben in Wohngebieten erfüllen zu können. Die Nachfrage nach emissionsfreien Arbeitsmaschinen nimmt somit bei kommunalen Reinigungsbetrieben, insbesondere in den Großstädten, enorm zu. Auf diese Nachfrage reagiert die Firma Aebi Schmidt mit der vollelektrischen eSwingo 200+. Am Beispiel dieses Fahrzeugs lassen sich die technologischen und wirtschaftlichen Herausforderungen und die dazugehörigen Lösungsansätze hervorragend darstellen. Autor: Tobias Weissenrieder, Director R&D und Product Management, TU Summer, Aebi Schmidt Holding AG, Zürich, Tim Schember, Project Management und Dr. Uwe Kehn, Geschäfts führer, beide bei der GreenIng GmbH & Co. KG, Leutenbach KEINE PERFORMANCEEINBUSSEN WÄHREND DES BETRIEBS Die Elektrifizierung von mobilen Arbeitsmaschinen stellt die Entwickler vor technische Aufgaben: Die Produktion der Fahrzeuge kann wirtschaftlich nur dann erfolgen, wenn die elektrisch angetriebenen Varianten auf der gleichen Produktionsstraße wie die dieselmotorischen Fahrzeuge gebaut werden. Dies bedingt während der Übergangsphase vom Verbrenner auf den Elektromotor eine intelligente Gleichteilstrategie zwischen den verschiedenen Antriebsarchitekturen. Die Kunden tolerieren keine Performanceeinbußen gegenüber dieselmotorisch angetriebenen Fahrzeugen im Betrieb. Hinzu kommt die Konfrontation mit einem sehr heterogenen Betriebsspektrum, verteilt auf viele unterschiedliche Antriebe, im Vergleich zu Pkw. Die Betriebsarten von einer elektrischen Kehrmaschine lassen sich dazu in zwei Hauptgruppen einteilen. www.mobile-maschinen.info Mobile Maschinen 2019/04 27

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