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Mobile Maschinen 4/2019

Mobile Maschinen 4/2019

01 Daten und Hydraulik

01 Daten und Hydraulik sicherzustellen, setzt Sennebogen auf Energieketten des Motion Plastics Spezialisten Igus. Sie schützen Leitungen und Schläuche sicher und schonend. „Dank der Energieketten ist alles sauber verlegt und es herrscht kein Durcheinander mehr“, erklärt Ali Gülyaz, Konstrukteur bei Sennebogen. „Außerdem ist hierdurch eine viel schnellere Montage möglich, da alle Leitungen und Schläuche schon an der richtigen Stelle liegen.“ Ursprünglich wurde hier die Energiekette eines Wettbewerbers eingesetzt, bevor vor vier Jahren die Lösung von Igus umgesetzt wurde. „Die Kette vom Wettbewerb war sehr voll“, erinnert sich Dieter Reitz, Vertriebsleiter e-kette Deutschland, von Igus. „Bei unserer Kette ist bei gleichen Außenmaßen mehr Platz im Innern der Kette vorhanden. Und gerade bei Hydraulikleitungen, die immer und immer wieder bewegt werden, machen drei bis vier Millimeter mehr Platz einen großen Unterschied aus.“ 02 01 Energie- und Datenleitungen sind hier durch eine Mittellasche von den Hydraulikschläuchen getrennt, um die Haltbarkeit aller Komponenten noch weiter zu verlängern 02 Florian Attenhauser, Marketing-/PR-Manager bei Sennebogen (rechts), auf der bauma 2019 im Gespräch mit Thomas Weber, zuständiger Technischer Verkaufsberater für Lagertechnik bei Igus KONSTRUKTION VEREINFACHT Bei der höhenverstellbaren Kabine E270, die bei Sennebogen am häufigsten zum Einsatz kommt, kann die Kabine innerhalb von zehn Sekunden die 2,70 m hinauffahren und in acht Sekunden wieder hinunter. Um die Versorgung der Fahrerkabine mit Energie, ENGE ZUSAMMENARBEIT BEI DER ENTWICKLUNG Bei der hier eingesetzten Energiekette handelt es sich um eine 14040 mit Mittellasche der Serie E4 light. Wie auch Sennebogen setzt Igus bei seinen Produkten auf ein Baukastenprinzip. So können Kunden sich die für sie beste Lösung nach ihren Wünschen zusammenstellen, wobei die Experten von Igus stets beratend zur Seite stehen. Im Fall der verfahrbaren Kabine von Sennebogen sorgt die Mittellasche in der Energiekette bspw. für eine Trennung der Energie- und Datenleitungen von den Hydraulikschläuchen, um die Lebensdauer der geführten Leitungen und Schläuche zu erhöhen. Bevor die Lösung in Serie ging, galt es, die Anwender bei Sennebogen von der Haltbarkeit der Igus e-kette zu überzeugen. „Der erste Umschlagbagger, den wir damals ausgerüstet haben, haben wir ein Jahr lang auf einem Schrottplatz unter realen Bedingungen getestet“, erinnert sich Dieter Reitz von Igus. „Als wir anschließend gemeinsam mit Sennebogen die Energieführung untersucht haben, sahen alle Komponenten noch wie neu aus.“ Diese Haltbarkeit hat auch Sennebogen überzeugt. Neben der Energieführung setzt Sennebogen auch Produkte aus dem zweiten großen Geschäftsbereich von Igus, der Lagertechnik, ein. Beispielsweise an der Parallelogrammführung bei kleineren höhenverstellbaren Fahrerkabinen. „Hier haben wir früher Messingbuchsen eingesetzt“, erklärt Ali Gülyaz von Sennebogen. „Die Lager von Igus sind jedoch preislich unschlagbar und haben sich im Test gegen Messing durchgesetzt.“ Neben der Kostenersparnis haben die Iglidur Kunststoff-Gleitlager von Igus gegenüber metallischen Alternativen den Vorteil, dass sie nicht geschmiert werden müssen. „Unsere Lager bestehen aus Kunststoffcompounds aus hochverschleißfesten Polymeren“, erläutert Thomas Weber, zuständiger Technischer Verkaufsberater für Lagertechnik von Igus. „Verbessert durch Zusätze von Verstärkungs- und Festschmierstoffen ist so eine externe Schmierung und damit eine Wartung der Lager überflüssig.“ Technik verbessern und Kosten senken – unter diesem Motto ist Igus bestrebt, die Anwendungen seiner Kunden zu optimieren. Dass dies sowohl für die Energieführung als auch für die Lagertechnik auch tatsächlich seit Jahren funktioniert, beweisen die Anwendungen bei Sennebogen. Fotos: Aufmacher Sennebogen, 01 und 02 Igus www.igus.de 24 Mobile Maschinen 2019/04 www.mobile-maschinen.info

MASSGESCHNEIDERTER MATERIALMIX FÜR LEICHTGEWICHTE Liebherr setzt zukünftig verstärkt auf Verbundwerkstoffe. Die Palette an Endprodukten aus carbonfaserverstärktem Kunststoff (CFK) soll dabei über das reine Hydraulikzylinderangebot hinausgehen. Ziel sind unter Individualaspekten gefertigte, gewichtsoptimierte Lösungen auf Basis der Faserverbundtechnologie. Denn die Möglichkeit, unterschiedliche Ausgangsmaterialien nutzen zu können, sowie die Orientierung der Verstärkungsfasern machen den Verbundwerkstoff frei konstruierbar. Infolge können Steifigkeit, Festigkeit und Dichte des Materials maßgeschneidert auf die spezifische Applikation ausgelegt werden. Durch diese selektive Substitution konventioneller Werkstoffe soll neben dem Gewicht auch die Performance von Bauteilen, Baugruppen und kompletten Systemen verbessert werden. Die erforderliche Kompetenz über den gesamten Produktentwicklungs- und Herstellungsprozess bündelt Liebherr am Standort Kirchdorf an der Iller, wo Roboter die Produktion von CFK-Produkten unterstützen. www.liebherr.com NEUER POSITIONSSENSOR MIT MINIMALEM HUBVERLUST Um Konstrukteuren und Entwicklern maximale Flexibilität für die Konstruktion ihrer Zylinder zu geben, hat Siko den Positionssensor SGH10L für Hydraulik- und Teleskopzylinder entwickelt. Der Sensor wurde speziell für den Einsatz in Anwendungen geschaffen, bei denen nahezu kein Hubverlust durch die Integration des Sensors in den Zylinder akzeptiert werden kann. Möglich macht dies der einzigartige seitliche Anbau des Sensors an den Hydraulikzylinder. Denn der SGH10L- Sensor wird nicht im Zylinderboden verbaut, sondern in seinem speziell dafür entwickelten Gehäuse. Mit einer Hydraulikverschraubung wird das System an den Zylinder befestigt. Das Seil wird hierbei in den Zylinder geführt und über eine definierte Umlenkung in Richtung des Kolbenkopfs gelenkt. Dort wird das Seil eingeschraubt. Durch dieses Design wird im Zylinder lediglich der Bauraum für das Sensor-Ohr benötigt. www.siko-global.com Mit unseren Zähnen können Sie sich sehen lassen Verzahnungsteile GSC Schwörer GmbH Antriebstechnik Oberbränder Straße 70 79871 Eisenbach RETROFIT-KONZEPT FÜR LKW: E-MOTOR STATT DIESEL STW präsentierte auf der Power2Drive-Messe in München eine neue Antriebslösung für Nutzfahrzeuge. Das Antriebskonzept PowerMela Duo280 besteht aus den zwei Synchronmaschinen PowerMela C140, die jeweils 80 oder 140 kW leisten, einem Summiergetriebe sowie einem Steuergerät. Damit verfügt der Antrieb über eine Gesamtleistung von 160 bis 280 kW, die über das Summiergetriebe in das Standardgetriebe des Nutzfahrzeugs eingeleitet wird. Dieses Konzept erlaubt die Retrofit-Elektrifizierung, ohne das Gesamtgewicht zu erhöhen. Das erprobte Antriebskonzept gewährleistet die funktionale Sicherheit bis ASIL B nach ISO 26262. In München wurde das PowerMela Duo280 live an der vollelektrischen Sattelzugmaschine Elias demonstriert. Bei dem 44-Tonner handelt es sich um ein Förderprojekt mit dem Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie, bei dem ein Diesel-Lkw von STW, dem Fahrzeugbauer Toni Maurer sowie der Spedition Ansorge Logistik umgerüstet wurde. www.stw-mm.com www.gsc-schwoerer.de GSC.indd 1 24.07.2019 10:31:12 www.mobile-maschinen.info Mobile Maschinen 2019/04 25

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