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Mobile Maschinen 4/2016

Mobile Maschinen 4/2016

BAUMA NACHLESE 06 08

BAUMA NACHLESE 06 08 Besonderheit des Auslegersystems: neben dem Hauptausleger sind zwei zusätzliche Rohrstränge angeordnet, welche mit ihm verbunden und teleskopierbar sind 07 06 Reinigungssystem zur Minimierung des Feinstaubanteils beim Straßenrecycling 07 Das Konzept des 3D-Betondrucks der TU Dresden fen vom unteren Gelenkpunkt des Auslegers über die Zwischenabstützungen bis zu einem Anschlagpunkt am oberen Ende des Auslegers und stabilisieren diesen. Liebherr erweitert mit dem „LTM 1450-8.1“ sein Produktportfolio der Mobilkrane im Bereich zwischen 400 und 500 t. Dieser Kran hebt maximal 450 t und verfügt über einen 85 m langen Teleskopausleger. Mit zusätzlichen Gittermastspitzen kann der Ausleger um bis zu 84 m verlängert werden. Als Gegenmasse kann eine maximale Ballastmasse von 134 t aufgenommen werden. Das Fahrzeug, mit acht Achsen ausgestattet, wird von einem 505 kW starken Dieselmotor angetrieben, welcher sowohl den Unter- als auch den Oberwagen antreibt. JCB stellte auf mehreren Demonstrationsflächen den „Hydradig“ Radbagger mit einem innovativen Fahrzeugkonzept in der 11-Tonnen-Klasse vor. Durch den Einbau von Motor, Getriebe und Hydraulik im Unterwagen liegt der Fahrzeugschwerpunkt sehr niedrig. Das verleiht dem Mobilbagger in Verbindung mit dem weiten Radstand eine gute Stabilität und ruhige Fahreigenschaften. Das kurze und kompakte Heck sorgt für eine gute Übersicht aus der Fahrerkabine und macht sich so auf beengten Baustellen positiv bemerkbar. Dabei ergibt sich eine optimale Gewichtsverteilung von ca. 50/50 und ein Wendekreis von unter 4 m bei Einzelbereifung. Diese Fahreigenschaften werden von einem stufenlosen hydrostatischen Fahrantrieb (bis 20 oder 40 km/h) und drei Lenkarten (Vorderrad-, Allrad-, und Hundegang-Lenkung) ergänzt. Angetrieben wird das Fahrzeug durch einen 81 kW „Ecomax“-Dieselmotor (Seitenmotor) der Abgasstufe IIIB/Tier 4i von JCB. Mecalac erhielt einen Preis für das Design ihres neuen Mobilbaggers, der ebenfalls durch seine kompakten Abmessungen des Oberwagens sowie durch seinen tiefen Schwerpunkt, ein hohes Maß an Flexibilität und Übersicht erzielt. Beton ist einer der wichtigsten Komponenten beim Häuserbau. Ein großer Anteil des Betons wird dabei erst vor Ort auf der Baustelle verarbeitet. Um den Beton in die gewünschte Form zu bringen, sind zum Teil aufwändige Verschalungen notwendig. Um dies zu reduzieren, entwickeln Wissenschaftler verschiedener Institute der TU Dresden über die Forschungsinitiative „Zukunft Bau“ ein neues Bauverfahren. Dazu wurde ein Konzept vorgestellt, bei dem eine Autobetonpumpe zu einem 3D-Drucker umfunktioniert werden kann. An dem Verteilermast ist ein Druckkopf befestigt, mit dem der Beton schichtweise ausgebracht werden kann. Durch die Verwendung üblicher Baumaschinen ist der Applikationsaufwand relativ gering und im Vergleich zu bisherigen Betondrucksystemen ist die Dimension nur durch die Reichweite des Auslegers begrenzt. Ebenso ergeben sich durch die entfallene Verschalung auch völlig neue Möglichkeiten bei der Gestaltung eines Hauses. In dieser Machbarkeitsstudie werden ebenfalls Betonarten modifiziert, um sie für den Druck geeigneter zu gestalten. Herausforderung beim schichtweisen Auftragen des Betons ist der Zielkonflikt zwischen der Grünstandfestigkeit und gleichzeitigem Verbinden der Schichten, was einen frischen Beton voraussetzt. Ein Zusammenschluss namhafter OEM- Zulieferer und Wissenschaftler zum CAB Concept Cluster hat sich mit dem „Human Centered Design“ der Sicherheit, dem Komfort und der Ergonomie im Baumaschinenwesen verschrieben. So wurde bei der Gestaltung großer Wert auf den Schutz aber auch das Wohlbefinden der Bediener gelegt. Auch die Funktionalität verschiedener Bauteile wurde neu durchdacht. So dient der Überrollschutz auch gleichzeitig als Handlauf und Kabelführung. Die Arbeitsscheinwerfer ermöglichen eine Teilaussparung des Leuchtkegels um z. B. Reflektionen an der Schaufel auf den Fahrer zu vermeiden. Abbildung 9 zeigt das entwickelte Genius Cab. Antriebe und Antriebsmanagement Elektrische Antriebs- und Speicher-Lösungen gab es in unterschiedlichen Anwendungen und Größen bei verschiedenen Herstellern zu sehen. Von Versorgungs-Akkus für Handgeräte im Baustellenbetrieb bis hin zu rekuperationsfähigen Antriebseinheiten für den Großmaschinenbetrieb wurden viele marktreife Produkte gezeigt. Wacker Neuson präsentierte auf der bauma mehrere elektrifizierte Maschinen. So 09 Die Kabine setzt in Sachen Design neue Maßstäbe 32 Mobile Maschinen 4/2016

Weitere bauma Nachlese Lesen Sie ebenfalls die bauma Nachlese in der Fachzeitschrift O+P 06/2016 mit dem Themenschwerpunkt Hydraulik und Antriebstechnik. http://bit.ly/OUP616p60 wurden zwei akkubetriebene Stampfer, „AS30e“ und „AS50e“, mit wechselbarem Akku zum emissionsfreien Betrieb im Innenbereich vorgestellt. Bei einer Energiemenge der Batterie (Li-Ion) von 614 Wh und einer Motorleistung von 2,1 kW soll eine Batterielaufzeit von 20 bzw. 30 min erreicht werden. Des Weiteren wurden ein elektrisch angetriebener Kettendumper, sowie ein elektrischer knickgelenkter Radlader vorgestellt. Der vollelektrische Kettendumper „DT10e“ besitzt eine Nutzlast von 1000 kg und verfügt über eine wieder aufladbare Batterie sowie drei Elektromotoren. Jeweils ein Motor treibt dabei eine der beiden Ketten an, der dritte dient dem Antrieb der Arbeitshydraulik. Die Laufzeit des Dumpers hängt vom Einsatzprofil ab, soll aber bis zu 8 Stunden betragen können. Das System kann einfach über ein Ladekabel an einer Steckdose ab 100 V geladen werden. Kramer zeigte den ersten vollelektrisch angetriebenen Radlader in der 3,5-Tonnen- Klasse, den „5055e“. Der allradgelenkte „e-Radlader“ verfügt über eine Blei-Säure- Batterie im Heck des Fahrzeugs, die Einsatzzeiten von 5-6 Stunden ermöglichen soll. Der elektrische Energiespeicher versorgt die Arbeitshydraulik, sowie den Fahrantrieb über zwei separate E-Maschinen mit 37 kW. Durch die bedarfsgerechte Versorgung dieser beiden Antriebe lassen sich hohe Wirkungsgrade erzielen. Die Ladezeit bei 220 V beträgt ca. zehn Stunden. Den wohl größten elektrischen Speicher zeigte Liebherr in seinem Liduro System. Dabei handelt es sich um eine abgestimmte Einheit aus Speicherzellen (Doppelschichtkondensatoren/Super-Caps), Spannungswandler, Flüssigkühlung und Managementeinheit. In dieser blockförmigen Einheit können 1,5 MJ elektrische Energie aufgenommen, gespeichert und abgegeben werden. Der Austausch kann innerhalb von 15 s erfolgen, was einer Leistung von 100 kW entspricht. Die Energie kann bei einer Gleichspannung von 530 bis 850 V mit der angeschlossenen Maschine oder Anlage ausgetauscht werden. Darüber hinaus können bis zu zehn Einheiten parallel geschaltet werden, um die Energiemenge entsprechend zu erhöhen. Im realen Einsatz konnte sich dieses System in einem Hafenportalkran beweisen und dabei die Energiekosten stark senken. Fazit Zusammenfassend lassen sich für die bauma 2016 übergreifende Trends identifizieren. Im Bereich Schwarzdeckenfertigung machen sich z.B. steigende Anforderungen Anzeige SAUBERE KÜHLER an die Transport- und Einbauqualität sowie die Verfahrensdokumentation bemerkbar. Die Effizienzsteigerung in Prozessen, Maschinen und Verfahren steht weiterhin im Vordergrund. Hinsichtlich der Antriebstechnik sind teil- oder vollelektrische Systeme weiter auf dem Vormarsch, um zumindest lokal die Lärm- und Abgasbelastung auf Baustellen zu senken und eine bedarfsgerechtere, kostensparende Leistungsversorgung zu erreichen. Bei Maschinenkonzepten stehen kürzere Rüstzeiten sowie eine optimale Gestaltung des Fahrerarbeitsplatzes im Fokus. Die Steigerung des Bedienkomforts und somit auch der Produktivität sind nach wie vor Treiber für die Entwicklung weiterer Assistenzsysteme und Lösungen zur Automatisierung von Arbeitsaufgaben. z Bilder: 01 VDMA, 02 Ammann, 03 Vögele, 04 Hiab, 05 CIFA, 06 Bomag, 07 Tadano, 08 TU Dresden, 09 CAB Concept Cluster .ORG mehr Leistung weniger Verbrauch weniger Lärm Hägele.indd 1 31.05.2016 09:16:47 IMPRESSUM erscheint 2016 im 9. Jahrgang, ISSN 1865-7028 Redaktion Chefredakteur: Dipl.-Ing. (FH) Michael Pfister Tel.: 06131/992-352, E-Mail: m.pfister@vfmz.de (verantwortlich für den redaktionellen Inhalt) Redaktion: Peter Becker B. A., Tel.: 06131/992-210, E-Mail: p.becker@vfmz.de Svenja Stenner, Tel.: 06131/992-302, E-Mail: s.stenner@vfmz.de Redaktionsassistenz: Gisela Kettenbach, Tel.: 06131/992-236, E-Mail: g.kettenbach@vfmz.de, Eva Helmstetter, Melanie Lerch, Ulla Winter (Redaktionsadresse siehe Verlag) Herausgeber: Hartmut Rauen, stellvertretender Hauptgeschäftsführer des VDMA Organ: Organ des „Forums Mobile Maschinen“ im VDMA Gestaltung Anna Schätzlein, Doris Buchenau, Anette Fröder, Sonja Schirmer, Mario Wüst Chef vom Dienst Dipl.-Ing. (FH) Winfried Bauer Anzeigen Andreas Zepig,Tel. 06131/992-206, E-Mail: a.zepig@vfmz.de Nevenka Islamovic, Anzeigenverwaltung Tel. 06131/992-113, E-Mail: n.islamovic@vfmz.de Anzeigenpreisliste Nr. 9: gültig ab 1. Oktober 2015 www.vereinigte-fachverlage.info Leserservice vertriebsunion meynen GmbH & Co. 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