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Mobile Maschinen 3/2017

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SOFTWARE I SIMULATION

SOFTWARE I SIMULATION die die Form des abzubildenden Gegenstandes haben. Die Kugeln werden dabei untrennbar und starr miteinander verbunden, siehe Abbildung 2. Diese Funktion wurde implementiert, da sie einen erheblichen Mehrwert für den Nutzer bedeutet. Um eine interaktive Darstellung und Analyse der Berechnungsergebnisse zu ermöglichen, wurde ein eigenes Übertragungsprotokoll entwickelt, welches eine effiziente und schnelle Übermittlung großer Datenmengen erlaubt. Mit Hilfe dieses Formats können die Partikeldaten vom Server an SimulationX übermittelt und dort während der Simulation in der 3D-Ansicht dargestellt werden. Die berechneten Simulationsergebnisse können auch mit der Game-Engine Unity für eine spätere Präsentation in einer VR-Umgebungen aufbereitet, editiert, mit zusätzlichen Objekten oder Lichtquellen erweitert werden. Abbildung 3 zeigt ein aufbereitetes Szenario, welches interaktiv mit einem VR-Headset wie der Oculus Rift betrachtet werden kann. Modellierungs- und Analyseaufwand reduziert 03 Bagger in einer Grube (Post-Processing in Unity) 04 Als völlig neue Funktionalität im Bereich der DEM wurde die Möglichkeit geschaffen, bewegte und beschleunigte Simulationsräume zu verwenden. Ein Beispiel: die Ladefläche eines sich bewegenden LKW Die Überprüfung der Funktionalität und der Test aller Systemkomponenten erfolgte unter anderem am Beispiel eines Schaufelbaggers, der Kies mit einer Körnung von 20-40 mm aus einer 6 x 2 x 1 Meter großen Grube gräbt. Der Bagger wurde als ein Mehrkörper-Modell aufgebaut und um die entsprechenden neuen DEM-Modellelemente erweitert. Die Materialeigenschaften der Partikel beziehungsweise das Verhaltens mit den Bauteilen wurden der integrierten Materialdatenbank entnommen. Die berechneten Simulationsergebnisse wurden anschließend anhand analytischer Berechnungen und bestehender Messdaten validiert. Gemessen wurden dazu die Kräfte und Momente auf das Arbeitswerkzeug sowie deren Rückwirkungen auf die einzelnen Arbeitszylinder. Es konnte nachgewiesen werden, dass die Schnittstelle zwischen SimulationX und LIGGGHTS funktioniert und realitätsnahe Lastverläufe simuliert werden können. Die interaktive Betrachtung der Gesamtsimulation oder einzelner Zeitschritte erlaubt außerdem detailliertere Rück schlüsse auf das System- und Maschinenverhalten während des Arbeitsprozesses. Dies kann zukünftig zu besseren Analysen und einer Verbesserung der Prozess abläufe führen. Bilder: Aufmacher Fotolia, 01 CeParTec, 02 Eberhardsteiner, 03 TU Dresden, 04 ESI ITI GmbH www.simulationx.com 30 Mobile Maschinen 3/2017

MARKTPLATZ In weniger Schritten zum Membranspeicher Freudenberg stellt Membranspeicher in einem elektromagnetischen Pulsfügeverfahren her, um für sie neue Einsatzmöglichkeiten zu schaffen, z. B. in hydropneumatischen Fahrwerksanwendungen. Diese neue Fertigungsmethode benötigt weniger Prozessschritte. Das Fügen der Gehäusehälften aus Aluminium und die Stickstoffbefüllung der Gasseite erfolgen dabei im gleichen Arbeitsschritt. Das Verfahren nutzt starke magnetische Felder, um elektrisch leitfähige Werkstoffe berührungslos zu formen. Es kann auch zum Fügen von zwei Werkstoffen eingesetzt werden. Der Hersteller nutzt dies zur stoffschlüssigen Verbindung von Ober- und Unterschale des Membranspeichers. www.fst.com Verschlussstopfen jetzt auch in Schwarz Der GPN 300 von Pöppelmann Kapsto ist ein vielseitiger Verschlussstopfen aus Polyethylen (PE-LD). Er ist in erster Linie für Innengewinde und Bohrungen konzipiert. Es gibt ihn in zwei Varianten GPN 300 F und GPN 300 V – letztere hat einen kleineren Kopfdurchmesser und ist dadurch versenkbar. Bislang waren die Stopfen nur in Naturfarbe verfügbar, ab sofort sind sie auch in Schwarz erhältlich. Optional können die Stopfen auch im Sauberraum gemäß VDA Band 19 und in Anlehnung an ISO 16232 produziert werden. Da der Hersteller keine Standardverpackungen verwendet, ist die Liefermenge frei wählbar. www.poeppelmann.com Individuelle Verschleißteile aus gedrucktem Werkzeug Schmiermittel- und wartungsfreie Verschleißteile und Kleinserien kann Igus mit im 3D-Druck hergestellten Spritzgusswerkzeugen in zwei bis fünf Tagen günstig herstellen. Dafür stehen 50 Hochleistungskunststoffe zur Verfügung, z. B. für Hochlast, Lebensmittelkontakt, Unterwassereinsatz oder Hitze. Die Sonderteile können abhängig vom Werkstoff gespritzt, gedruckt oder aus Halbzeugen gefräst werden. Das Verfahren kann dann vorteilhaft sein, wenn das gewünschte Material nicht im 3D-Drucker verarbeitet werden kann, oder wenn die Teile für einen Test eingesetzt werden, der möglichst nahe die Bedingungen der Serienproduktion simulieren soll. www.igus.de Wellendichtungen speziell für E-Antriebe SKF hat seine Low Friction Seals weiterentwickelt und auf die Anforderungen in E-Fahrzeugen ausgelegt: Dazu gehören eine sichere Abdichtung und geringe Reibungsverluste, selbst bei hohen Drehzahlen bis 20 000 min -1 und kritischen Schmierverhältnissen. Die sichere Dichtfunktion ist auch im kurzzeitigen Rückwärts- und Trockenlauf gegeben. Die Dichtungen sind außerdem schmutzabweisend, ölverträglich und zeigen nur minimalen Wellenverschleiß. Die gasdichte Ausführung lässt auch eine einfache Montage- End prüfung durch Druckluft zu. Weitere Spezialausführungen sind z. B. eine Kunststoff-Bajonettfassung oder das Rotostat-Dichtungsmodul. www.skf.com Auffallend besser – VOSSPoint DC Messkupplungen Wir haben Sicherheit und Handhabung neu definiert: Kennzeichnen Sie Ihre Hydraulikkreisläufe in einer der fünf Basisfarben oder Ihrer Wunschfarbe. Die zusätzliche Elastomerdichtung sorgt für zuverlässige Langzeitabdichtung. Außerdem sind alle Messkupplungen und -schläuche des VOSSPoint DC Sortiments mit der bewährten VOSS coat Beschichtung optimal gegen Korrosion geschützt. Mehr unter www.voss-fluid.de