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Mobile Maschinen 2/2019

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Mobile Maschinen 2/2019

Kanal mit dem

Kanal mit dem Bediengerät und der Maschinensteuerung verbunden. Sie sind mechanisch durch Edelstahlbügel geschützt. Dadurch wird vermieden, dass die Anlage sich bewegt, wenn der Nutzer das Bediengerät mit den Joysticks nach unten ablegt. Außerdem werden sie so vor mechanischen Beschädigungen geschützt. Und noch eine zusätzliche Funktion haben die beiden Edelstahlbügel: Das Bediengerätes lässt sich daran optimal halten. Die Bügel aus Edelstahl schützen die Joysticks und dienen gleichzeitig als Halter des Bediengeräts. Mit diesem lassen sich alle Funktionen der Siebanlage einfach bedienen bereits Erfahrung mit ähnlichen Bediengeräten. „Dadurch ergeben sich für uns entscheidende Vorteile“, sagt Dr. Martin Kaszynski, Leiter Steuerungstechnik bei Kleemann: „So konnten wir die Entwicklungszeit deutlich verkürzen und die Kosten blieben im Rahmen.“ In die Frontplatte des Gehäuses sind ein 3,5-Zoll-Farb-TFT- Display, zwei Joysticks sowie elf beleuchtete Kurzhubtasten integriert. Das Display kann mit einer QVGA-Auflösung von 320 × 240 Pixel alle Maschinenzustände und die Menüs für die Bedienung optimal darstellen. Das Optical Bonding Verfahren sorgt für eine optimale Ablesbarkeit des Displays auch bei schwierigen Lichtverhältnissen. Eine CAN-Schnittstelle dient zur Kommunikation der Bediensoftware mit der Maschinensteuerung. Über die Menüstruktur des Bediengeräts kann der Nutzer die verschiedenen Betriebsarten auswählen. Im Automatikbetrieb sind die einzelnen Antriebe der Förderbänder durch die Steuerung der Anlage entsprechend dem Materialfluss gegeneinander verriegelt. Nach Erteilung der Anlauffreigabe wird die Anlage über den Taster „Anlage Ein“ gestartet. Dadurch starten alle Antriebe entsprechend der Einschaltreihenfolge. Anschließend arbeitet die Mobiscreen im normalen Siebbetrieb. Im Handbetrieb ist die Verriegelung der Antriebe gegeneinander aufgehoben. Diese Betriebsart dient hauptsächlich der Störungsbeseitigung, z. B. bei Materialstau ungen. Im Servicebetrieb können Einstellungen an den Anlagenkomponenten vorgenommen werden. Teilweise sind Funktionen eingeschränkt und ausschließlich von autorisiertem Personal bedienbar. Warn- und Fehlermeldungen werden falls erforderlich sofort angezeigt, der Bediener kann nach Behebung der Ursache die Meldung per Tastendruck quittieren. Im Servicemenü wird zudem die Historie aller Meldungen dargestellt. Der Fahrbetrieb wird zum Transport und Verfahren der mobilen Siebanlage eingesetzt. Zum Verfahren hat der Bediener die beiden Joysticks zur Verfügung, mit denen sich die Bewegungen über die Raupenantriebe einfach und präzise bedienen lassen. Die beiden Joysticks werden auch zum Anheben und Absenken der Stützfüße und zum Ein- und Ausfahren sowie Klappen von Komponenten verwendet. Elektrisch sind die beiden Joysticks über jeweils einen ROBUSTES SYSTEM Bei der Konzeption des Bediengeräts mussten zahlreiche Anforderungen erfüllt werden, die vor allem mit den schwierigen Umgebungsbedingungen zu tun haben. So ist etwa eine hohe Schutzart von IP65 notwendig, um die Elektronik im Innern des Gehäuses zu schützen. Durch den Betrieb im Freien muss der Temperaturbereich von – 20 bis + 70 °C gewährleistet sein. Sämtliche Oberflächen des Gehäuses und auch das Display müssen zudem resistent gegenüber Hydrauliköl sein. Beim Start des Dieselaggregats kann je nach Zustand der Starterbatterien die Spannung im 24-V- Bordnetz kurzfristig absinken. Daher hat das Bediengerät einen Weitspannungseingang von 8 bis 32 V, der verhindert, dass das Bediengerät beim Start des Dieselmotors abstürzt. Auch muss die Bedienung mit Arbeitshandschuhen möglich sein. Das Bediengerät ist über ein Kabel an die Mobiscreen angeschlossen. Für den Anschluss stehen drei verschiedene Steckdosen an der Maschine zur Verfügung, die sich links und rechts am Schaltschrank sowie am Aufgabetrichter befinden. „Aus Sicherheitsgründen ist es wichtig, dass im Hand- und Servicebetrieb nur Komponenten verstellt werden können, die der Bediener auch von seiner Position aus einsehen kann“, erklärt Dr. Kaszynski. Deswegen können je nachdem, wo das Bediengerät eingesteckt ist, nur Komponenten auf dieser Seite bewegt werden. Diese Funktionalität ist über eine Abfrage der aktuell verwendeten Steckdose in der Steuerung hinterlegt. Die Software im Bediengerät lässt in diesem Fall nur die aktuell zulässigen Bedienbefehle zu. „Die Systemkompetenz von Graf-Syteco“, sagt Dr. Kaszynski, „können wir bei Kleemann letztlich auf jeden Fall bestätigen.“ Das Bediengerät erfüllt alle Anforderungen und ist einfach zu programmieren. Auch die hohe Flexibilität von Graf-Syteco, wenn es um Änderungswünsche an der Hardware geht, hebt der Leiter der Steue rungstechnik hervor. Auch in der Zukunft möchten die beiden Unternehmen eng zusammenarbeiten. Die nächsten Anpassungen des Bediengeräts sind aktuell in der Vorbereitung – die Entwicklungsleistung werden sie sich teilen. www.graf-syteco.de Graf-Syteco stellt auf der bauma, 08. – 14. April in München, in Halle A2, Stand 144, aus. Kleemann stellt auf der bauma, 08. – 14. April in München, auf dem Freigelände Süd, Stand 1011, aus. 32 Mobile Maschinen 2019/02 www.mobile-maschinen.info

DEZENTRALER I/O-KNOTEN FÜR MOBILE MASCHINEN Das Erweiterungsmodul JXM-IO-E30 von Jetter ist ein universell und dezentral einsetzbarer I/O-Knoten für mobile Arbeitsmaschinen. Ausgestattet mit einer ausgewogenen Konfiguration an analogen und digitalen Ein- und Ausgängen sowie drei kurzschlussfesten Sensorversorgungen lässt sich das Modul über CANopen in übliche CAN-Netzwerke mobiler Maschinen wie Stalldungstreuer, Ladewagen, Kipper, Kehrmaschinen oder Salzstreuer einbinden, bei reduziertem Verkabelungsaufwand. Mit dem vergossenen IP65-Gehäuse ist das Erweiterungsmodul für raue Umgebungen gerüstet. Weitere Eigenschaften sind eine hohe Schaltleistung durch die parallele Verwendbarkeit von Ausgängen, ein hoher Gesamt-Dauerstrom bis 25 A, die präzise Stromregelung sowie die Diagnosefunktion für Überstrom- und Kabelbrucherkennung. Hierbei unterstützen zwei LEDs beim Anzeigen des Status und Durchführen der Diagnose. Das Modul ist zertifiziert für E1 und CE nach ISO14982. www.jetter.de INNOVATIONEN UND SERVICES RUND UM DAS THEMA REIFEN Goodyear zeigt auf der diesjährigen Weltleitmesse für Baumaschinen seine Flaggschiffprodukte und -lösungen im Bereich OTR. Auch die neue Omnitrac- Reifenfamilie, die Goodyear jüngst auf den Markt gebracht hat, wird in München erstmals ausgestellt sein. Aus seinem Portfolio für digitale Lösungen, den Goodyear Proactive Solutions, steht das Reifendruckkontrollsystem (RDKS) „Heavy Duty“ im Rampenlicht. Außerdem: Die aktuelle Version des Reifenmanagementsystems EMTrack sowie der Flaggschiffreifen TL-4A, ein extrem leistungsfähiger Traktionsreifen für knickgelenkte Dumper. www.goodyear.de CAN-Bus Transmitter CANopen / CAN J1939 Schnittstelle 08. - 14. April 2019 Halle A5, 212 www.suco.de

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