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Mobile Maschinen 2/2019

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Mobile Maschinen 2/2019

Geschmiert wird das

Geschmiert wird das Lager nur bei der Montage bei der AGCO Feucht GmbH, um die Einführung der Welle zu erleichtern für alpine Lagen (mit 2,05 m Arbeitsbreite) bis zu Großflächenmaschinen mit Arbeitsbreiten bis 9,30 m (Mähen), 15 m (Wenden) und 14 m (Schwaden) reicht. Dabei geht der Trend eindeutig zu größeren Maschinen. Jochen Gnann: „Es gibt immer weniger Betriebe, die aber gleichzeitig mehr Vieh halten. Deshalb werden die Arbeitsbreiten der Maschinen tendenziell größer.“ Begünstigt wird dieser Trend dadurch, dass in vielen Ländern zunehmend Lohnunternehmen tätig sind. Ein wichtiges Konstruktionselement insbesondere bei den größeren Mähwerken ist die bewegliche Befestigung der Mähbalken am Grundrahmen. In Transportstellung sind die Balken hochgeklappt, vor Ort werden sie hydraulisch in die Horizontale geschwenkt. Die Lagerung erfolgt über Igus-Lagerbuchsen aus iglidur-Hochleistungskunststoffen mit inkorporierten Schmierstoffen. WARUM KUNSTSTOFF? Die Kräfte und Bedingungen, denen die Lager ausgesetzt werden, sind extrem. Mit einer Geschwindigkeit von bis zu 15 km/h fährt die Zugmaschine über unebenes Gelände. Die Mähwerkzeuge stoßen dabei auf Steine und andere Hindernisse, was jedes Mal eine heftige Stoßbelastung auf die Lagerung ausübt. Auch die Temperaturen können durchaus extrem sein und da grundsätzlich bei Trockenheit gemäht wird, gehören hohe Staub- und Schmutzbelastungen zu den Umgebungsbedingungen. Hinzu kommt das Eigengewicht der Mähbalken, das ebenfalls auf die Lager wirkt. Insgesamt kann man sich den Lagereinsatz also vorstellen wie einen Dauer-Belastungstest – den die Igus­ Lager problemlos über einen sehr langen Zeitraum meistern. „Wir setzen die Igus-Lagerbuchsen seit Jahren ein, haben seitdem tausende von Maschinen gebaut und sind mit dieser Lösung sehr zufrieden“, erklärt Gnann. Warum wird an dieser kritischen Stelle Kunststoff eingesetzt? Für die Substitution der bis dahin eingesetzten Messinglager gab es seinerzeit gleich mehrere Gründe. Gnann: „Ein Metall-auf-Metall-Kontakt bei beweglichen Komponenten ist immer schwierig. Außerdem suchten wir eine Lagerung, die ohne Schmiermittel auskommt, denn der Landwirt möchte nicht schmieren und bei der sehr staubigen Umgebung würde dies schnell zu starker Anhaftung von Schmutz führen.“ Abgesehen von der Technik spricht auch die Wirtschaftlichkeit für die iglidur-Lagerbuchsen: Der Markt für Landmaschinen ist sehr preissensibel, und die Kunststofflager sind günstiger als Messingbuchsen. KLEINES BAUTEIL – GROSSE WIRKUNG Die AGCO Feucht GmbH setzt die iglidur-Gleitlager von Igus nicht nur an der kritischen Verbindung von Grundrahmen und Mähbalken ein, sondern auch – zumeist in kleineren Baugrößen – bei diversen anderen Lagerstellen der Mähwerke, Heuwender und Schwader. Dass das Bild gefettete Lager zeigt, hat einen einfachen Grund. Das Fett verwenden die Mitarbeiter in der Produktion nur, um die Einführung der Welle zu erleichtern. Im laufenden Betrieb kommen die Lagerstellen gänzlich ohne Schmierung aus – über viele Jahre im rauen Einsatz auf der Grasnarbe. Bilder: Aufmacher AGCO Feucht, anderes Igus www.igus.de 28 Mobile Maschinen 2019/02 www.mobile-maschinen.info

WENIGER LÄRM UND VIBRATION MIT GUMMIKETTE Continental hat ein Fahrwerksystem für Kompakt-Raupenlader entwickelt, das Lärm reduziert. Die Antriebsstollen auf der Antriebskette bestehen dabei aus Vollgummi statt eines Kettenantriebs mit gummierten Metallrippen. Das optimiert die Lastverteilung und verringert so den Vibrations- und Geräuschpegel, was beim Bediener zu weniger Ermüdung und einer höheren Aufmerksamkeit führt. Bei Tests des Herstellers wurden mit den Vollgummi-Stollen eine bis zu 7 dB geringe Vibration in der Fahrerkabine und ein bis zu 5 dB niedrigerer Geräuschpegel erreicht – was bedeutet, dass die Schallintensität um die Hälfte reduziert wurde. Zudem lässt der Antrieb aufgrund der Vibrationsreduzierung auch eine höhere Fahrgeschwindigkeit zu. Auch die Gebrauchsdauer des gesamten Systems lässt sich mit ihm verlängern, denn bei den konventionellen Fahrwerken führt ein Metallelement im Antriebsstollen zu einem höheren Verschleiß an den Antriebsrädern durch lokale Lastspitzen. www.continental-corporation.com Für optimale Laufkultur MESSUNGEN BEI 36 000 UMDREHUNGEN Auf den neuen Dichtungs-Prüfständen von Freudenberg kann die Reibleistung bei Drehzahlen von bis zu 36 000 min -1 bestimmt werden. Während Pkw-Motoren Maximaldrehzahlen zwischen 4 000 und 7 000 min -1 erreichen, liegen diese für Elektromotoren deutlich höher. Derzeitige Elektromotoren erreichen Drehzahlen bis etwas über 20 000 Umdrehungen. In Zukunft könnten die Anforderungen weiter steigen. Aufgrund der hohen Umfangsgeschwindigkeiten müssen Wellendichtringe, die in Elektroautos zum Einsatz kommen, eine besonders geringe Reibung aufweisen. Um eine hohe Genauigkeit der Messungen zu gewährleisten, wird bei den Prüfständen das Drehmoment von wassergekühlten Hochdrehzahl-Spindelantrieben erzeugt. Die Prüftrommel ist sowohl radial als auch axial mit nahezu reibungsfreien Luftlagern ausgestattet, um das Reibmoment der Dichtung möglichst genau zu bestimmen. Die Prüfstände erlauben auch die Erfassung der Impedanz von Dichtungen in einem weiten Frequenzbereich. www.fst.com www.freudenberg.com Verzahnungsteile GSC Schwörer GmbH Antriebstechnik Oberbränder Straße 70 79871 Eisenbach www.gsc-schwoerer.de GSC.indd 1 12.03.2019 09:01:03 effizient zuverlässig dicht Verschlussschrauben mit integrierter Formdichtung NBR oder FKM. Automatisch und kontrolliert montiert. Weltweit im Einsatz in Anwendungen der Mobilhydraulik und Antriebstechnik. Wir fertigen für Sie auf Lager. HN 8-WD | VERSCHLUSSSCHRAUBE Unsere Lösung zur Gehäuseabdichtung It’s our turn. heinrichs.de

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