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Mobile Maschinen 2/2015

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ANTRIEBE UND

ANTRIEBE UND ANTRIEBSELEMENTE I FÖRDERFAHRZEUGE Auf grüner Mission Kampagne informiert über Einsatz verschiedener Staplergattungen Mit der Kampagne „Mission: Zero Emission“ zeigt ein Staplerhersteller die Unterschiede von Verbrennungs- und Elektromotor auf. Ziel dabei ist der ökologisch sinnvolle Einsatz beider Gattungen. Das Unternehmen Still GmbH sieht die Entwicklung des Kaufverhaltens von Gabelstaplern als einen nachhaltigen Trend. Mit der Kampagne „Mission: Zero Emission“ hat sich der Gabelstaplerproduzent zum Ziel gesetzt, Betreiber darüber zu informieren, weshalb der Trend in Richtung Elektrostapler geht und wieso V-Stapler dennoch nicht überflüssig werden. So können sich die Betreiber auf diesen Trend einstellen und langfristig planen. Die Entwicklung des Kaufverhaltens Wer sich die europäischen Absatzzahlen von Gabelstaplern der letzten Jahre näher ansieht, stellt fest, dass seit etwa fünf Jahren in Westeuropa mehr Elektrostapler als solche mit Verbrennungsmotor gekauft werden. Selbst in Osteuropa, wo verbrennungsmotorische Stapler einst klar dominierten, ist ihr Vorsprung seit 2009 auf ein Minimum zurückgegangen. Früher galt die Faustformel, dass Elektrostapler für den Innen- und Verbrennungsmotorstapler für den Außeneinsatz geeignet sind. Diese Faustformel ist zwar schon lange überholt, aber trotzdem hat sich der Trend seit 2009 nochmal spür- bar verstärkt. Die Ursachen dafür sind drei wesentliche Faktoren: n Elektrostapler werden immer leistungsstärker und dringen zunehmend in ehemals Verbrennungsmotorstaplern vorbehaltene Einsatzgebiete vor. n Elektrostapler schonen die Umwelt und die Gesundheit der Mitarbeiter, da sie keine Schadstoffe ausstoßen. n Dieselkraftstoff ist eine immer knapper werdende Ressource, die trotz des derzeitigen Preistiefs, mittel- bis langfristig immer teurer wird. Schon jetzt überzeugen Elektrostapler mit deutlich geringeren Betriebskosten. Der steigende Absatz von Elektrostaplern bedeutet dennoch nicht, dass verbrennungsmotorische Gabelstapler bald veraltet sind. Im Gegenteil: In bestimmten Einsatzgebieten sind Stapler mit Diesel- oder Treibgasantrieb auf absehbare Zeit nach wie vor alternativlos z. B. im Einsatz auf unebenem Gelände. Beide Fahrzeuggattungen machen technologische Fortschritte: Elektrostapler werden immer leistungsstärker und gewinnen im Außeneinsatz an Bedeutung, während Verbrennungsmotorstapler aufgrund neuer Technologien immer weniger Schadstoffe emittieren und in bestimmten Umgebungen durchaus „Innendienst“ verrichten können. Um der europäischen Abgasnorm gerecht zu werden, bauen viele Anbieter serienmäßig Rußpartikelfilter in ihre Stapler. Der Dieselgabelstapler aus der Baureihe RX 70 von Still hingegen benötigen keinen solchen Filter, da er so wenig Schadstoffe produziert, dass es keiner nachträglichen Filterung der Abgase bedarf. Letztlich weisen beide Staplergattungen auch Unterschiede bezüglich der Eignung für bestimmte Einsatzprofile auf. Während Verbrennungsmotorstapler das Quäntchen mehr an Leistung bieten, überzeugen Elektrostapler durch ihren komplett emissionsfreien Betrieb sowie niedrigere Energieund Servicekosten. Mission: Zero Emission Das Thema Umweltverantwortung spielt eine immer größere Rolle. Einerseits gewinnen Trends wie der Ausbau erneuerbarer Energien und Elektromobilität stetig an Zuspruch. Andererseits gelten immer striktere, europäische Abgasnormen für verbrennungsmotorische Fahrzeuge. Mit dem Projekt „Mission: Zero Emission“ möchte Still u. a. klären, wie mit elektrischen als auch mit verbrennungsmotorischen Gabelstaplern ökologische Verantwortung übernommen werden kann und wo die Stärken bzw. optimalen Einsatzbedingungen der beiden Antriebsarten liegen. Dies erläutert das Unternehmen anhand von Anwendungsbeispielen, wo Einsparpotenziale in der Praxis liegen und präsentiert Wissenswertes zum Einsatz von Rußpartikelfiltern und über die rechtlichen Bestimmungen zu Abgas normen. Bild: Still GmbH www.still-zero-emission.com www.still.de 36 Mobile Maschinen 2/2015

STEUERUNGEN UND REGELUNGEN Robust, präzise, effizient Stabile Hard- und Software für Off-Highway Fahrzeuge Neue elektronische Steuerungen und Software bieten Genauigkeit und Widerstandsfähigkeit für hohen Komfort bei Nicht-Straßen-Fahrzeugen. Das Unternehmen Eaton hat mit der Baureihe Pro-FX neue elektronische Steuerungen und eine neue Softwarelösung im Portfolio. Dazu zählen u.a. die HFX-Steuerungen und Displays aus der VFX-Familie sowie das Softwarepaket Pro-FX Control, mit dem sich Maschinenfunktionen bei mobilen Off-Highway-Anwendungen, z.B. in landwirtschaftlichen, baugewerblichen, handhabungstechnischen und Tagebau- Fahrzeugen, mit hoher Genauigkeit steuern lassen. „Die Vereinfachung der Integration einer elektrischen Steuerung ohne Abstriche bei der Implementierung anwendungsspezifischer Optionen hilft Anwendern in den unterschiedlichen Märkten bei der Verbesserung von Produktivität, Bedienersicherheit und Energieeffizienz“, so Christophe Natter, Produktmarketingmanager bei Eaton. durch zwei Displays mit Bildschirmdiagonalen von 4,3 und 7 Zoll. Wie die Steuerungen sind auch diese für einen weiten Temperatureinsatzbereich ausgelegt. Aufgrund der leistungsstarken Hintergrundbeleuchtung lassen sich die Informationen auf dem Display auch bei direkter Sonneneinstrahlung gut erkennen. Neben den neuen Steuerungen und Displays stellt Eaton unter der Bezeichnung Pro-FX eine neue Konfigurationssoftware vor, die auf dem nicht proprietären Programmiertool Codesys V3.5 aufbaut und den Anforderungen der International Electrotechnical Commission (IEC) 61131-3 entspricht. Die Software umfasst sechs Programmiersprachen, einschließlich Grafik- und Text-Programmierung, sowie umfangreiche Funktionsblockbibliotheken. Diese Bibliotheken enthalten vorkonfigurierte Softwareobjekte, mit denen der Anwender in kurzer Zeit eigene Applikationen erstellen kann. Zur schnelleren Integration, umfasst die Pro-FX-Steuerungssoftware voll integrierte CANopen- und J1939 CAN- Protokollstacks. Bilder: Eaton Electric GmbH www.eaton.com/pro-fx. Schneller Prozessor eingesetzt Die HFX-Steuerungen sind in Schutzart IP67 und IP69K ausgelegt. Das Aluminiumdruckgussgehäuse hält einem weiten Temperaturbereich und größeren Wassertiefen stand. Mehrere Ein- und Ausgänge, einschließlich drei CAN-Schnittstellen, bieten verschiedene Konfigurationsmöglichkeiten. Der schnelle Prozessor schafft die Voraussetzungen für eine präzise Steuerung. Außerdem lässt sich Speicherplatz für Datenerfassungsfunktionen reservieren, was der Kostensenkung dient, weil die Wartung systematisch durchgeführt wird. Abgerundet wird die neue Produktreihe Die neue Software aus der Produktreihe Pro-FX vereinfacht Arbeitsprozesse Mobile Maschinen 2/2015 37