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Mobile Maschinen 1/2020

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Mobile Maschinen 1/2020

über reine

über reine Datenübertragung hinausgehen, können hier Nutzen stiften. Worin sehen Sie den größten Nutzen der IoT-Gateways für Kunden in der Landwirtschaft? In der Landwirtschaft herrscht ein immer größer werdender Optimierungsdruck: Mit möglichst wenig Zeit- und Ressourceneinsatz muss immer mehr Ertrag erwirtschaftet werden, um konkurrenzfähig zu bleiben. Da leisten IoT-Gateways als Enabler für Konnektivität und Digitalisierung hilfreiche Dienste. Beispielsweise kann mit einem Gateway Precision Farming – auch Smart Farming oder Landwirtschaft 4.0 genannt – umgesetzt werden. In diesem Rahmen werden georeferenzierte Daten für die Bodenbearbeitung genutzt, um bei gegebener Qualität den Einsatz von Betriebsmitteln zu optimieren. Die wesentlichen Elemente dieser Technologie sind die hochgenaue Positionserfassung in Echtzeit sowie die Erfassung von Pflanzen-, Boden- und Düngereigenschaften. Diese Daten werden verarbeitet, kommuniziert, gespeichert und softwaretechnisch aufbereitet. Smart Farming kann über den gesamten landwirtschaftlichen Zyklus – von der Bodenbearbeitung und dem Sähen über das Düngen bis hin zum Ernten – eingesetzt werden, um den Ertrag zu steigern und die Kosten zu senken. Zu Precision Farming gehören auch eine teilflächenspezifische Stickstoffdüngung und Bodenbearbeitung. Hier werden Unterschiede in Boden und Nährstoffverteilung eines Feldes beachtet, um die eingesetzte Menge an Dünger zu optimieren. Damit können enorme Mengen an Düngereinsatz und an Dieselkraftstoff eingespart werden – ganz zu schweigen vom zeitlichen Aufwand. Smart Farming bietet auch die Möglichkeit, Einzelaspekte zu realisieren. Ein Beispiel ist eine genaue Positionierung der Landmaschine in der Fahrgasse über die sogenannte Kulissenführung, und dem selbstständigen Fahren und Lenken der Maschine. Neben IoT-Gateways stellt Liebherr Components auch Sensoren sowie Anzeige- und Bedieneinheiten her, die sich für derartige Anwendungen eignen. Welches Know-how hat sich Liebherr während dieser Entwicklungsphase angeeignet? Worin sehen Sie die größten Stärken? Hier gibt es zwei besondere Aspekte, in die wir sehr viel Zeit und Mühe investiert haben, um den heutigen Stand zu erreichen. Für unsere Kunden ist die unzuverlässige Internetverbindung auf dem Feld ein gängiges Problem. Wir haben unsere Gateways in breitem Umfang mit unserer eigenen Flotte sowie der eines Kunden getestet. In diesen intensiven Tests haben wir die Eigenschaften der Mobilfunkverbindung im Feld untersucht und dort ein Optimum gefunden, um auch in schlecht versorgten Flächen eine Mobilfunkverbindung aufrechtzuerhalten. Unsere Gateways verfügen über zwei Mechanismen, die eine stabile Konnektivität unterstützen: den Modemmanager und die Antennendiversität. Das auf den heutigen Stand zu bringen war keine leichte Aufgabe, aber wir sind stolz auf die erreichten Lösungen. Ein weiteres besonderes Thema, das wir auch mit sehr viel Aufwand betrieben haben, ist die Sicherstellung der Security. Das Gerät unterstützt hier eine Reihe von Authentifizierungsmechanismen, synchrone und asynchrone Verschlüsselungstechniken, sowie Mechanismen zur Geräte- und Softwareindividualisierung. Ebenso werden Mechanismen zur sicheren Kommunikation über die OTA- (Over-the-Air) und Onboard-Schnittstellen und Absicherungen der lokalen Geräte bereitgestellt. Damit können unsere Gateways hohen Securityanforderungen entsprechen. Und wer über Security spricht, muss auch über Safety reden: Unsere Gateways haben Mechanismen, die solche Anforderungen abdecken. Bisher wurden aber noch keine Applikationen auf Basis von funktionaler Sicherheit realisiert. Was können Sie Anwendern mit auf den Weg geben? Es ist sehr wichtig, die Komplexität der gesamten Mobilfunktechnologieabdeckung nicht zu unterschätzen. Das Thema ist eine enorme technologische Herausforderung, die eine gute Planung erfordert. Allein die Hardware, die Gateways, reichen hier ja nicht aus; viele Themen sind damit verknüpft, zum Beispiel die Spezifikation der Software, Zulassungen in verschiedenen Ländern – besonders den USA – Bluetooth- Zertifizierungen und und und… Was wir auch gelernt haben: Diese Art von Technologie erfordert hohe Testaufwände, verglichen mit herkömmlicher Elektronik. Es muss hier ausgiebig im Feld gemessen und validiert werden, um die tatsächlichen Gegebenheiten der Netzumgebung berücksichtigen zu können. Hier sind zwar hohe Investitionen an Zeit und Geld notwendig, die sich jedoch angesichts der Möglichkeiten zur Effizienzsteigerung extrem lohnen. Fotos: Liebherr-Elektronik GmbH www.liebherr.com/telematics DIREKTER KONTAKT Roman Hofmann Chief Engineer info.leg@liebherr.com 40 Mobile Maschinen 2020/01 www.mobile-maschinen.info

NEUORDNUNG DER VORSTANDS­ EBENE BEI ZEPPELIN Ralf Großhauser (Bild oben) hat Anfang November 2019 die Leitung der strategischen Geschäftseinheit (SGE) Power Systems sowie den Vorsitz der Geschäfts führung der Zeppelin Power Systems GmbH & Co. KG übernommen. Der 49-Jährige folgt auf Volker Poßögel (Bild unten). Ihn prädestinieren langjährige Erfahrung im Produktbereich Motoren, bei der Entwicklung von Markt- und Unternehmensstrategien sowie der Führung selbstständiger Geschäftsbereiche für die neue Aufgabenstellung. Volker Poßögel hingegen leitet seit dem 01.01.2020 die neu gegründete Geschäftseinheit „Baumaschinen Nordics“ innerhalb des Zeppelin-Konzerns. Zudem wurde er zum Vorsitzenden der Geschäftsführung der neuen Gesellschaften in Schweden und Dänemark berufen. Damit verantwortet er den Vertrieb von Caterpillar-Produkten in Schweden, Dänemark und Grönland sowie verbundene Serviceleistungen. www.zeppelin.com TURCK PROGNOSTIZIERT UMSATZ LEICHT UNTER VORJAHRESNIVEAU Für das Geschäftsjahr 2019 erwartet Turck trotz der angespannten wirtschaftlichen Lage in den Kernmärkten Maschinenbau und Automobilindustrie einen konsolidierten Gesamtumsatz, der mit rund 640 Mio. EUR nahezu auf dem Level von 2018 liegt. „Nachdem Turck die letzten beiden Jahre jeweils mit einem hervorragenden zweistelligen Wachstum abschließen konnte, werden wir unsere gesteckten Ziele für 2019 nicht ganz erreichen können“, so Geschäftsführer Christian Wolf anlässlich der Jahrespressekonferenz in Mülheim an der Ruhr. Die Zahl der Mitarbeiter weltweit liegt nahezu unverändert bei 4 650. Bestätigt wurde ferner, dass der europäische Markt und die erweiterte Produktion im chinesischen Tianjin ab 2020 durch den neuen Standort in Polen bedient werden. Auf dem Weg zur „Digital Automation Company“ ist der Automatisierungsspezialist darüber hinaus eine Minderheitsbeteiligung am Duisburger Radarspezialisten Asinco eingegangen. www.turck.com effizient zuverlässig dicht Verschlussschrauben mit integrierter Formdichtung NBR oder FKM. Automatisch und kontrolliert montiert. Weltweit im Einsatz in Anwendungen der Mobilhydraulik und Antriebstechnik. Wir fertigen für Sie auf Lager. HN 8-WD | VERSCHLUSSSCHRAUBE Unsere Lösung zur Gehäuseabdichtung It’s our turn. heinrichs.de

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