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Mobile Maschinen 1/2020

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Mobile Maschinen 1/2020

INTERVIEW WIE LIEBHERR

INTERVIEW WIE LIEBHERR SEINE GATEWAY-SPARTE ENTWICKELTE

Hinter den unscheinbar wirkenden IoT-Gateways von Liebherr steckt eine eindrucksvolle Geschichte. Über zehn Jahre hinweg wurden sie von Liebherr weiterentwickelt. Im Interview erzählt Roman Hofmann, Chief Engineer bei der Liebherr-Elektronik GmbH, von Anfängen und Erfahrungswerten – und was er Anwendern mit auf den Weg geben möchte. Der größte treibende Faktor ist der Technologiezyklus des Mobilfunks, der von Ausbau- und Abschaltstrategien vorgegeben wird. So ist heute beispielsweise die 5G-Netz-Infrastruktur im Entstehungsprozess. Somit ergeben sich kontinuierlich neue Anforderungen, die eine Anpassung der Gateways an die Infrastruktur erfordern. Ein weiterer Treiber ist die Digitalisierung: Hier gibt es einen zunehmenden Bedarf an intelligenten Systemen, die Daten vorverarbeiten können. Davon sind zum Beispiel die Landwirtschaft und auch die Baubranche betroffen. Bei der Baumaschinenbranche ist diese Entwicklung gerade im Kommen. Hier sehe ich interessantes Entwicklungspotenzial. Intelligente Gateways mit viel Rechenleistung und Vorver arbeitungskapazität wie die MCG, deren Funktionen Herr Hofmann, was war der Anlass, um IoT-Gateways zu entwickeln? Genau genommen kann jeder Knoten, der über Schnittstellen – zum Beispiel CAN – Daten von einem System in das andere überträgt, als Gateway bezeichnet werden. Um Maschinen im Rahmen der heutigen Trends, zum Beispiel der Industrie 4.0, zu verknüpfen, werden leistungsfähige Plattformen gebraucht – die sogenannten IoT-Gateways. Obwohl wir mit der Entwicklung der IoT-Gateways, den Telematikeinheiten, hier am Standort in Lindau vor etwa zehn Jahren begonnen haben, reicht unsere gesamte Erfahrung mit Gateways weit darüber hinaus. Anlass für die Entwicklung der IoT-Gateways war damals die Suche des Liebherr-eigenen Fuhrparkmanagementsystems LiDAT nach einer geeigneten Plattform. Die IoT-Gateways als Enabler für Konnektivität waren eine gute Lösung, um Applikationen wie Fehlerüberwachung, Diebstahlschutz und den Austausch von Serviceinformationen umzusetzen. Liebherr Components hat diese Anforderung dann erfolgreich umgesetzt, mittlerweile in der dritten Generation. In welchen Maschinen werden die IoT-Gateways momentan eingesetzt? Welchem Zweck dienen sie dort vorwiegend? Unsere Telematikeinheiten sind bereits in zahlreichen Maschinen innerhalb der Firmengruppe verbaut, zum Beispiel in den meisten Erdbewegern, den Turmdrehkranen und maritimen Geräten. Unser Ziel ist es, die gesamte Produktpalette der mobilen Maschinen innerhalb der Firmengruppe mit IoT-Gateways auszurüsten. Zukünftig sollen unsere intelligenten Gateways als Enabler zur Umsetzung digitaler Geschäftsmodelle dienen. Diese Businessmodelle befinden sich gerade im Entstehungsprozess bei unseren Kunden. Gleichzeitig bieten wir unsere Gateways und unser Knowhow auch für externe Kunden an. Dort sind unsere Geräte in landwirtschaftlichen Maschinen verbaut und dienen als Plattform für Applikationen im Bereich Smart Farming. In zehn Jahren hat Liebherr drei Generationen an IoT-Gateways entwickelt. Welche Gründe gibt es für diese ständige Weiterentwicklung? Ein Blick in die Gateway-Produktion www.mobile-maschinen.info Mobile Maschinen 2020/01 39

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